Was genau ist "Om"?

Genau wie Namasté ist „Om“ ein Wort, das auch über die Yogi-Grenzen hinweg eigentlich jeder kennt. Was genau bedeutet diese Silbe, die von Yogis schon seit Jahrtausenden verwendet wird?

Herkunft von Om

Om wird auch als heilige Silbe bezeichnet. In der Sanskrit-Schreibweise ist nicht von Om, sondern von AUM die Rede. Die Silbe AUM besteht aus den drei Buchstaben A, U und M.

Diese drei Buchstaben stehen entweder für die drei Götter Vishnu (A), Shiva (U) und Brahma (M) oder werden als Symbole für drei Bewusstseinszustände verstanden: A bedeutet Wachen, U steht für Träumen und M für Tiefschlaf. Hinzu kommt ein vierter Zustand: die Stille. Eigentlich besteht Om also nicht aus drei, sondern aus vier Teilen, von denen man aber bei der Aussprache nicht alle hört.

Was bedeutet “Om” genau?

Eine genaue wörtliche Übersetzung für Om gibt es nicht wirklich. Grob übersetzt: „Alles, was gewesen ist, was ist und noch sein wird.“ Om steht also gleichzeitig für alle Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

In den alten Schriften geht man davon aus, dass Om den Urklang verkörpert. EIn Klang / Ton, der der energetische Ursprung der Schöpfung ist. Eine schwer greifbare, sehr mysthische Vorstellung der alten Yogis. Der Mythos besagt, dass aus diesem Urklang alles entstanden ist. Es war also kein Schöpfer in dem Sinn am Werk, wie es in anderen Schöpfungsgeschichten kommuniziert wird - sondern ein Klang!

Als Ursprung ist Om somit in allem enthalten und mit allem verbunden. Es ist überall. Om/Aum steht also für das Universelle, das Ganze, für alles.

In manchen Yoga Stunden wird vor oder nach dem Yoga Om gesungen um die Praxis einzuläuten bzw. abzuschließen. Wenn man mehrmals hintereinander Om als Mantra rezitiert / chantet, wird eine zarte Schwingung im Körper spürbar. Im Yoga soll diese Vibration das Bewusstsein für die Meditationspraxis wecken und helfen im Moment anzukommen, sich zu fokussieren und Einklang für Körper, Geist und Seele herstellen.

Maja Mast