Detox your life

Wenn die Tage wieder länger werden, die Dunkelheit dem Licht mehr Raum gibt, die Sonne langsam wärmer wird und die Natur beginnt aus ihrem Winterschlaf zu erwachen, biegt der Frühling langsam um die Ecke. Die ersten Knospen beginnen sich zu entfalten, es wird Stück für Stück wieder grüner und lebendiger um uns herum. Die Schwere des Winters darf von uns abfallen und die Lebendigkeit darf in unser Sein einziehen. Diese Zeit des Erwachens kann sehr wertvoll für uns sein, um Dinge zu sortieren und loszulassen.

Die Idee des Frühjahrsputz ist absolut nicht neue und wird doch oft unterschätzt. Das Loslassen von physischen Dingen, die uns keine Freude mehr bereiten, kann sehr erleichternd auf uns wirken. Und auch die Yogapraxis kann eine Unterstützung sein, um mehr Raum in Körper und Geist zu schaffen – sozusagen ein Frühjahrsputz von innen. Schließlich befinden wir uns in einem Übergang von Winter zu Sommer und damit von wenig Aktivität zu viel Aktivität. Die Frühlingsenergie kann uns also wunderbar unterstützen, aus dem Winterschlaf zu erwachen und uns auf einen ausgelassenen Sommer vorzubereiten. 

Was du tun kannst?

Wenn wir von Frühjahrsputz sprechen, ist auch der Begriff “Detox” nicht weit. Detox ist ein Wort und Konzept, dass die Geister spaltet, darum möchten wir dir hier unsere Sichtweise erläutern. Der Körper entgiftet quasi unentwegt, Tag für Tag. Wir nehmen Essen zu uns, der Körper verwertet was er braucht und scheidet aus was nicht verwertbar ist. Wir sind ständig den Einflüssen unserer Umwelt ausgesetzt, vor allem wenn wir in Städten leben. Und natürlich können wir den Körper dabei unterstützen zu entgiften, indem wir beispielsweise leichter verdauliches Essen zu uns nehmen, schauen dass wir genügend trinken usw. “Detox” ist also kein Aufruf zu entgiften, denn das geschieht ganz automatisch, gemeint ist, dass wir etwas dazu beitragen, damit dieser Prozess etwas leichter wird. 

Was können wir also konkret tun, um die Schwere des Winters loszulassen und unsere Energie zu erhöhen? Wir haben hier ein paar Ideen für euch gesammelt, die wir als hilfreich empfinden.

  1. Ausmisten und Frühjahrsputz: Sauber machen, abstauben, Fensterputzen etc.. Diese ganz banalen Tätigkeiten können helfen neue Frische in Wohnung oder Haus zu bringen. Und du kannst das mit einer Inventur verbinden. Physische Dinge loslassen für die wir keine Verwendung mehr haben, die unbenutzt in der Ecke stehen und einstauben, kann befreiend sein. Jeder der schon mal ausgemistet hat, kann nachvollziehen, was für eine erleichternde Wirkung es hat, Altes rauszuschmeißen. Und wenn du die Sachen spendest, die du nicht mehr brauchst, machst du möglicherweise auch noch jemand anderem eine große Freude. Aus yogischer Sicht, üben wir uns hier in Aparigraha, des nicht horten oder nicht anhaften. (Lese dazu unseren Artikel über die Yamas)
  2. Neuer Schwung in der Küche: Winter ist Comfortfood Zeit und das ist gut und wichtig. Doch die Art und Weise wie wir Essen kann etwas sein, was uns zusätzlich beschwert und je nach Jahreszeit hilfreich oder weniger hilfreich ist. Schweres Essen ist mehr Arbeit für unseren Verdauungsapparat und die Verdauung kann dem Körper bis zu 30% Energie abverlangen, also eine ganze Menge. Im Frühling können wir hier einen Wechsel einläuten, hin zu etwas leichterer, frischer Kost, voller wertvoller Nährstoffe. Meistens signalisiert uns der Körper ganz von selbst, was er braucht und wir bekommen automatisch Lust auf Lebensmittel die uns gut tun. Ein kleiner Hinweis hierzu: Wenn wir von Schwere sprechen, meinen wir nicht unser Gewicht. Gewicht ist eine persönliche Sache, die niemand beurteilen sollte, nicht an sich selbst und schon gar nicht an anderen.  

Detox-Smoothie* mit Sellerie, Apfel und Ananas

Zutaten für 1 Portion:

50 g Staudensellerie (am besten mit Grün)
100 g süßer Apfel
120 g frische Ananas
4 Stängel Minze
1 TL Honig (oder Agavendicksaft), 80 ml Wasser

Zubereitung:

Gemüse und Apfel putzen. Ananas schälen. Alles in grobe Stücke schneiden. Minzeblätter abzupfen. Alles im Mixer mit Honig und Wasser auf mittlerer Stufe zunächst anpürieren, auf höchster Stufe etwa 30 Sekunden fein pürieren.

So tut er gut:

Jede Zutat ist ein Blutdruck-Profi! Während Sellerie, Apfel und Honig mit viel Kalium entwässern und helfen, den Blutdruck zu senken, entlastet das Bromelain in der Ananas die Bauchspeicheldrüse, behebt Darmstörungen und reguliert den Fettstoffwechsel.

Extra-Tipp: Der ideale Drink für alle, die salzreich essen und die Nieren nicht mit ausreichend Flüssigkeit versorgen – Umstände, die neben Stress zu Bluthochdruck führen.

3. Die Hatha Yoga Pradipika, eine der großen Schriften des Yoga, beschreibt sehr genau wie wir als Yogaübende unseren Körper mit Kriya, Atemübungen und Asana (schau dir unseren Beitrag über den Sonnengruß an) rein halten können. Auch hier wird die Ernährung explizit genannt. Und auch wenn wir uns die Niyamas (LINK NIYAMAS) aus Patanjalis Yoga Sutra anschauen ist Shauca ein Konzept im Umgang mit uns selbst, wir wollen den Körper innerlich und äußerlich „sauber“ halten. Das schließt auch mit ein was wir uns mental “ernähren” und natürlich auch wie wir mit uns selbst umgehen. Alles was wir zu uns nehmen, hat Einfluss auf uns. Eine Meditation mit Hilfe des Mantras Lass Los (einatmend sagst du dir im Geiste “lass” und ausatmend “los”) oder positive Affirmationen können hier überaus hilfreich sein. Auch auf unsere Gedanken können wir achten, wenn wir ständig negative Gedanken haben, vergiftet uns das langsam von innen. Patanjali sagt dazu wir sollen positive Gedanken kultivieren – und das geht zum Beispiel durch Dankbarkeit. Schreib dir jeden Tag 3 Dinge auf, für die du dankbar bist und schau über einen längeren Zeitraum was passiert.

Kriyas

Hier nun eine Übersicht zu den Kriyas, die es lohnt mal auszuprobieren:

Nasenspülung mit Nasendusche oder Neti Pot: Vor allem für die Pollen Geplagten lohnt sich das regelmäßige Säubern der Nase. Aber auch bei einer Erkältung kann diese Kriya hilfreich und wohltuend sein.

Uddiyana Bandha Kriya & Agni Sara: Diese Übungen kurbeln unser Verdauungsfeuer Agni an und unterstützen somit den Verdauungsprozess. Auch deine Verbindung zu deinem Bauch und deiner Körpermitte kann sich durch die Praxis verbessern. Diese Übungen macht man am besten morgens auf nüchternen Magen. Und so übst du Uddiyana Bandha Kriya:

  • Komm in einen mehr als hüftbreiten Stand und beug die Knie an (falls du eine enge Hose trägst, lass den Bauch erstmal frei)
  • Stütze die Hände auf die Oberschenkel
  • Atme alle Luft kraftvoll über den Mund aus und beug dich dabei nach vorn und unten
  • Halte den Atem an, richte den Oberkörper auf, streck die Arme
  • Zieh den Bauch stark nach innen und oben, um eine Art Vakuum zu erzeugen (es ist normal das bis in die Kehle nach oben spüren zu können)
  • Halte so lange bis der Reflex zum einatmen kommt, dann streck die Beine, richte dich zuerst komplett auf und atme dann langsam ein wenn du stehst
  • Wiederhole 2 weitere Runden

Für Agni Sara wiederholst du die ersten 5 Schritte und lässt anstatt zu halten den Bauch immer wieder los, vielleicht erst 5 mal und mit der Zeit 10 mal usw. Zieh den Bauch wieder nach innen und oben und komm wie in Uddiyana Bandha wieder zum einatmen im stehen. Wiederhole 2 weitere Runden.

Ärgere dich nicht wenn es am Anfang noch nicht so gut klappt, es braucht ein bisschen Übung, vor allem das Bauch loslassen.

Gegenanzeichen: Akute Entzündungen, Verletzungen im Bauchraum, Reizdarm, Geschwüre, Menstruation, Schwangerschaft

Kapalabhati: Eine Atemübung die durch verstärktes Ausatmen die Nase und die Lungen reinigen kann, unsere Körpermitte anregt, das Zwerchfell und die Atemhilfsmuskulatur stärken und den Geist klären kann. Kapalabhati kannst du morgens üben oder immer wenn du dich müde oder abgeschlagen fühlst, jedoch nicht direkt nach dem Essen. Und so übst du Kapalabhati: 

  • Komm in einen aufrechten Sitz
  • Leg eine oder beide Hände auf deinen Bauch
  • Nimm ein paar ganz ruhige, gleichmäßige Atemzüge durch die Nase ein und aus
  • Atme bequem ein und beginne die Luft kraftvoll durch die Nase „auszuschnauben“, die Einatmung bleibt passiv, der Bauch schnellt vor und zurück, atme in deinem Tempo in dem du die Kontrolle über den Bauch hast. Am Anfang lieber langsamer und mit der Zeit schneller.
  • Am Ende atmest du vollständig aus und tief ein und halte kurz den Atem an. Optional: Setze Mula Bandha (Beckenboden leicht nach innen und oben ziehen) und dann Jalandhara Bandha (Kinn zum Brustbein nehmen)
  • Wenn der Reflex zum Ausatmen kommt, Kinn nach oben und Beckenboden loslassen und ausatmen oder ohne Bandhas einfach ausatmen.
  • Wiederhole 2 weitere Runden. 1 Runde kann zu Beginn 10 – 30 Stöße lang sein und mit etwas Übung kannst du dich hocharbeiten.

Sobald du ein gutes „Bauchgefühl“ hast, lässt du die Hände einfach nur auf den Oberschenkeln ruhen

Gegenanzeichen: Hoher Blutdruck, akute Entzündungen/Verletzungen im Bauchraum, Lungenerkrankungen, Schwangerschaft, Menstruation

Der Frühling bringt neue Energie mit sich und diese Aktivierung können wir uns zu nutze machen für eine innere und äußere Bestandsaufnahme. Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Wenn wir uns im Aussen von Dingen lösen, verschafft uns das auch mehr Klarheit im Inneren. 

In diesem Sinne wünschen wir euch Happy Spring Cleaning.

*Quelle: https://www.mylife.de/gesunde-ernaehrung/entschlackungskur/detox-smoothies/

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