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Jessica Kelekovic

Ich blogge und schreibe sehr gerne. Doch als Maja mich fragte, ob ich etwas für ihre Story schreiben möchte, war ich sehr überrascht.

Tja, jetzt sitze ich hier und überlege, wo und wie ich anfangen könnte.

Hmmmm….

Wie wär´s denn hiermit?

Schau mir in die Augen Kleines!!!

Wie ich auf diesen Satz komme? Wollen wir den ersten Kontakt zu anderen Menschen aufnehmen, geschieht dies hauptsächlich über die Augen. Die Augen sind der Spiegel unserer Seele, so sagt man. Jetzt versuch dir vorzustellen, man würde dir dein Augenlicht großteilig wegnehmen und du wärest auf all deine anderen Sinne angewiesen.

Wie klingt das für dich?

Die Frage, die ich von daher am meisten gestellt bekomme, wenn ich erzähle, dass ich mit einem Sehvermögen von 3-5 % durch die Gegend springe ist: Hast du das seit Geburt? Ja, das habe ich.

Besonders interessant finde ich, dass die Meisten glauben, es wäre einfacher, weil man es nicht anders kennt. Ja, das stimmt, ich kenne es nicht anders. Aber deshalb ist es noch lange nicht leichter. Aus eigener Erfahrung muss ich an dieser Stelle ganz klar sagen, dass es oft die Gesellschaft ist, die aus Unwissenheit und Angst einem schon in der Kindheit zeigt, dass man „angeblich“ anders ist.

Kommt man, wie ich, mit einer starken Seheinschränkung auf die Welt, geht es gleich los: Nein, du kannst kein Fahrrad oder Inline Skates fahren. Nein, du brauchst auf dem Volksfest nicht an einem Stand werfen, denn du siehst ja nicht, wo du hinwerfen musst. Nein, du brauchst keine Malsachen, denn du siehst doch die Farben nicht. All das waren Argumente aus der Familie, als meine Mutter mir ein Fahrrad, Inline Skates und ein Malbuch gekauft hatte oder mich hat auf dem Volksfest Dosen werfen lassen. Ich möchte nicht wissen, was sie für ein dickes Fell gebraucht hat, um mir mit solchen Entscheidungen eine „normale“ Kindheit zu ermöglichen, in der ich mich, wie alle anderen auch, ausprobieren konnte.

Da folgte schon das Schulalter. Eine Zeit, in der man regulär fernab der Familie und, ich nenne es mal, der normalen Gesellschaft, auf einer Sonderschule für blinde und sehbehinderte Kinder/Jugendliche in einem Internat aufwächst. Ab diesem Zeitpunkt wird einem bis ins Teenageralter von Betreuern gesagt, was angeblich funktioniert und was nicht. Weiter geht es bei der Wahl des Berufs, bei der oft die Arbeitsagentur die Finger im Spiel hat und bestimmt, wo der Weg hingeht. Noch dazu wird einem erzählt, dass das Inklusionsgesetz alles regelt. Doch die Realität sieht am Ende leider ganz anders aus.

Du merkst, ich könnte fast schon Seiten füllen. Es genügt jedoch zu sagen, dass all diese Erfahrungen mich irgendwann an einen Punkt gebracht haben, an dem ich eine Entscheidung treffen musste. Lasse ich es weiter zu, dass andere über mein Leben bestimmen? Lasse ich es zu, dass mir andere sagen, was ich kann und was nicht. Nun, ich habe meine Entscheidung getroffen.

Entgegen vieler Skeptiker habe ich vor ein paar Jahren mit meiner Ausbildung zur Pilates- und später zur Yogalehrerin das erste Mal einen Weg eingeschlagen, den wirklich ich vom Herzen gehen wollte und nicht einen Weg, zu dem ich hingedrängt wurde.

Was ging mir die Düse, als ich meine erste Stunde vertreten habe. Am Anfang war ich mir ja selbst noch unsicher, wie ich das schaffen würde. Als ich dann den Raum betrat, habe ich mich einfach von meinem Feingefühl für die Menschen um mich herum leiten lassen.

Somit ist für mich einer meiner wichtigsten Botschaften, die ich von Yogi zu Yogi weitergeben möchte:

Hör auf Dein Herz! Tu das, was Du tun möchtest und nicht das, was andere sehen wollen. Glaube an Dich und du wirst alles schaffen.

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Katja Seiffert

Yoga und Vertrauen

Als Maja mich gefragt hat, ob ich für September einen Beitrag für ihre foxi Rubrik Stories & Letters schreiben würde, dachte ich im ersten Moment – ok, jetzt muss ich mir was ganz Anspruchsvolles/ Intellektuelles/ Spirituelles einfallen lassen – öhm, naja, wer schon in meinen Stunden war, der weiss, dass ich Themen rund ums Yoga gerne so verpacke, dass sie – ich sag mal – alltagstauglich sind, und das gelingt mir nur dann, wenn ich sie selber verstanden habe und was damit anfangen kann.

So war das Thema dann auch relativ schnell klar für mich – Vertrauen und Hingabe. Fehlendes Vertrauen in mich selbst, das, was ich kann, in Andere, das große Ganze, etwas, das mich definitiv schon immer umtreibt. Zudem bin ich Jemand, der gerne die Kontrolle hat, auch eine Folge von fehlendem Vertrauen. Als Yogini weiss ich mittlerweile natürlich, dass Kontrolle nur Illusion ist, und dennoch, wenn ich zum Beispiel unterwegs bin frage ich mich, läuft Zuhause Alles nach Plan, meinem Plan wohlgemerkt 😉 ? Ich plane gerne lange im Voraus und Umkehrhaltungen sind meine Nemesis, denn ein Kontrolli findet es komisch, wenn die Welt plötzlich kopfsteht. Ich muss mich immer wieder auf meine Basis fokussieren, mein Fundament, meine innere Stabilität.

Dem gegenüber steht allerdings mein Glaube, nicht zwangsweise
der Glaube an einen bestimmten Gott oder eine Religion, aber der feste Glaube daran, dass

da etwas Größeres ist, etwas Tiefgreifenderes, ein (innerer) Zufluchtsort, etwas, das alles Leben verbindet. Im Yoga nennt man das Isvara Pranidhana, die Hingabe an eine höhere Macht, das Leben so wie es gerade ist, mit all seinen Höhen und Tiefen annehmen.
Dabei geht es überhaupt nicht darum, debil grinsend Alles toll zu finden, sondern darum, nicht mit Allem zu hadern, was wir nicht verstehen, nicht ändern und nicht kontrollieren können.

Es geht darum, unser (Ur)-Vertrauen zu stärken, auch um Akzeptanz und Loslassen, um mehr inneren Frieden.

Und gerade in diesen Zeiten, die uns noch deutlicher zeigen, was wir eigentlich eh schon wissen, nämlich dass im Grunde nichts sicher, nichts kontrollierbar und wirklich planbar ist, ist Isvara Pranidhana noch wichtiger für mich geworden, ja, wirklich mein Anker – und dann merke ich, dass da, dank Yoga, doch ganz schön viel tiefes Vertrauen, auch in mich selbst, ist.

Es ist ok, Angst zu haben, sich überfordert und unsicher zu fühlen – gerade jetzt. Umso wichtiger ist es aber, dass wir uns immer wieder auf unseren inneren Kompass besinnen, auf unsere vollkommen individuelle Verbindung zu etwas Größerem.

Die Yogamatte ist dafür ein ganz wunderbarer und sicherer Ort, hier kannst Du all das im Kleinen üben. Herausfordernde Haltungen zum Beispiel stellvertretend für die Herausforderungen im Alltag ansehen – und genau hier dann offen sein für Vertrauen und Hingabe an das, was ist, ausserdem Kontrolle abzugeben und Loszulassen.

In diesem Sinne – vielleicht bis bald auf der Matte <3

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Amuna Schmid

Als Schwarze Frau in Deutschland begleitet dich Rassismus ein Leben lang. Auch wenn es schmerzhaft ist, die alltäglichen Mikroaggressionen sind irgendwann Gewohnheit. Die hohe Präsenz des Themas in den Medien, war die letzten Monate jedoch besonders belastend. Social Media war voll davon und nichts anderes mehr auf meinem Instagram Scroll zu sehen. Einerseits freut mich diese mediale Aufmerksamkeit, denn das gibt Hoffnung auf Veränderung und es ist schön gehört und gesehen zu werden. Andererseits ist es enorm auslaugend die schrecklichen Bilder zu sehen, fürchterliche Kommentare zu lesen und an die eigenen Erfahrungen erinnert zu werden.

Daher ist es, als von Rassismus betroffene Person, essenziell sich selbst etwas Gutes zu tun. Self-care, Selbstfürsorge oder in diesem Fall auch Selbstschutz bekommt eine noch relevantere Bedeutung. Um sich gut um sich selbst zu kümmern, ist es erst einmal sinnvoll, herauszufinden was einem hilft. Für mich persönlich war es wichtig, regelmäßig mein Handy auszuschalten, keine Nachrichten zu lesen und mir Zeit für mich zu nehmen. Meditation hilft mir immer wieder Klarheit zu erlangen. Entweder geführt oder in Stille. Mir persönlich tut das Chanten von Mantras besonders gut. Hierbei kann ich all meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Emotionen nicht zu unterdrücken oder schön zu reden ist so wichtig, denn Gefühle sind dazu da gefühlt zu werden. Auch das Üben von Asanas hilft mir. Dabei kann ich ganz in meinem Körper sein, im Hier und Jetzt. Eine schweißtreibende Yogastunde, ist für mich die einfachste Art die Gedanken zu minimieren. Kraftvolle Körperhaltungen stärken nicht nur meinen Körper, sondern auch meinen Geist. All das tat gut. Am meisten half mir jedoch der Austausch mit anderen Schwarzen Frauen. Sowohl persönlich als auch online. In der Yoga- bzw. Wellnessbranche sind diese aber kaum anzutreffen.

Wenn ich mich in Yogastunden umschaue, bin ich meist die einzige Schwarze Person im Raum. Weder die Schülerinnen, geschweige denn die Lehrerinnen, sehen so aus wie ich. Auch während meiner Yogalehrerinnen-Ausbildung war ich die einzige Schwarze Schülerin, obwohl wir 90 Teilnehmerinnen aus 24 verschiedenen Ländern waren. Auf Social Media folge ich einigen Schwarzen Yoginis, die meisten davon leben in den USA. In Deutschland gibt es schon deutlich weniger und in Stuttgart habe ich bisher keine Lehrer*in gefunden (melde dich gerne bei mir, falls es dich doch gibt, ich würde mich sehr freuen). Woran liegt das? Wieso besteht so ein enormer Mangel an Diversität in der Wellnessbranche? Eigentlich ist es ganz offensichtlich. Schwarze Menschen sind in Magazinen, Social Media, Werbekampagnen und auch Filmen extrem unterrepräsentiert. Und wenn sie repräsentiert werden, dann häufig nur als Nebenfigur. Wenn hauptsächlich weiße, schlanke, extrem flexible Frauen als Yogini abgebildet werden, wieso sollte sich eine Person damit identifizieren, die selbst nicht so aussieht?! Das ist ein grundsätzlicher Mangel an Diversität, der natürlich nicht nur die Hautfarbe betrifft.

Yoga bedeutet Einheit. Um diese Einheit zu erreichen, braucht es Inklusion statt Exklusion. Eine Veränderung in der Yogablase kann nur stattfinden, wenn diese aufgebrochen und Vielfalt aktiv gefördert wird. Der erste Schritt ist, die fehlende Diversität bewusst wahrzunehmen und anzuerkennen. Wir können nichts ändern, von dem wir nichts wissen. Das bedeutet, sich über das Thema zu informieren und nicht davor zurückzuschrecken ist unbedingt notwendig. Der nächste Schritt ist zu überlegen, wie vielfältige Yogalehrerinnen unterstützt werden können. Momentan bieten zahlreiche Lehrerinnen ihre Yogastunden online an. Das ist eine super Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren, ohne weit reisen zu müssen, wenn in der eigenen Umgebung keine Vielfalt an Yogalehrerinnen besteht. Außerdem können Schwarze und andere Lehrerinnen die für Diversität stehen und nicht in derselben Stadt leben, zu Workshops eingeladen werden. Darüber hinaus muss sich das Bild auf Social Media verändern. Wenn diverse Gruppen an Menschen repräsentiert werden, sehen sich potenzielle Schüler*innen in ihnen, und wagen sich eher Yogastunden zu besuchen. Wichtig ist auch, sich zu trauen aktiv zu werden und keine Angst vor Fehlern zu haben. Denn es ist besser, Fehler zu machen, als gar nichts zu tun.

Mein Wunsch ist also, dass wir gemeinsam das Ziel von Yoga erreichen: Einheit. Denn Yoga ist für alle Menschen da und sollte für alle Menschen zugänglich sein. Somit kann Yoga nicht nur mir, sondern vielen anderen Personen beim Umgang mit belastenden und schwierigen Situationen helfen. Ich hoffe, dass auch du aktiv die Diversität in der Yogawelt fördern möchtest und mit mir den Weg in Richtung Einheit gehst.

Als Schwarze Frau in Deutschland begleitet dich Rassismus ein Leben lang. Auch wenn es schmerzhaft ist, die alltäglichen Mikroaggressionen sind irgendwann Gewohnheit. Die hohe Präsenz des Themas in den Medien, war die letzten Monate jedoch besonders belastend. Social Media war voll davon und nichts anderes mehr auf meinem Instagram Scroll zu sehen. Einerseits freut mich diese mediale Aufmerksamkeit, denn das gibt Hoffnung auf Veränderung und es ist schön gehört und gesehen zu werden. Andererseits ist es enorm auslaugend die schrecklichen Bilder zu sehen, fürchterliche Kommentare zu lesen und an die eigenen Erfahrungen erinnert zu werden.

Daher ist es, als von Rassismus betroffene Person, essenziell sich selbst etwas Gutes zu tun. Self-care, Selbstfürsorge oder in diesem Fall auch Selbstschutz bekommt eine noch relevantere Bedeutung. Um sich gut um sich selbst zu kümmern, ist es erst einmal sinnvoll, herauszufinden was einem hilft. Für mich persönlich war es wichtig, regelmäßig mein Handy auszuschalten, keine Nachrichten zu lesen und mir Zeit für mich zu nehmen. Meditation hilft mir immer wieder Klarheit zu erlangen. Entweder geführt oder in Stille. Mir persönlich tut das Chanten von Mantras besonders gut. Hierbei kann ich all meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Emotionen nicht zu unterdrücken oder schön zu reden ist so wichtig, denn Gefühle sind dazu da gefühlt zu werden. Auch das Üben von Asanas hilft mir. Dabei kann ich ganz in meinem Körper sein, im Hier und Jetzt. Eine schweißtreibende Yogastunde, ist für mich die einfachste Art die Gedanken zu minimieren. Kraftvolle Körperhaltungen stärken nicht nur meinen Körper, sondern auch meinen Geist. All das tat gut. Am meisten half mir jedoch der Austausch mit anderen Schwarzen Frauen. Sowohl persönlich als auch online. In der Yoga- bzw. Wellnessbranche sind diese aber kaum anzutreffen.

Wenn ich mich in Yogastunden umschaue, bin ich meist die einzige Schwarze Person im Raum. Weder die Schülerinnen, geschweige denn die Lehrerinnen, sehen so aus wie ich. Auch während meiner Yogalehrerinnen-Ausbildung war ich die einzige Schwarze Schülerin, obwohl wir 90 Teilnehmerinnen aus 24 verschiedenen Ländern waren. Auf Social Media folge ich einigen Schwarzen Yoginis, die meisten davon leben in den USA. In Deutschland gibt es schon deutlich weniger und in Stuttgart habe ich bisher keine Lehrer*in gefunden (melde dich gerne bei mir, falls es dich doch gibt, ich würde mich sehr freuen). Woran liegt das? Wieso besteht so ein enormer Mangel an Diversität in der Wellnessbranche? Eigentlich ist es ganz offensichtlich. Schwarze Menschen sind in Magazinen, Social Media, Werbekampagnen und auch Filmen extrem unterrepräsentiert. Und wenn sie repräsentiert werden, dann häufig nur als Nebenfigur. Wenn hauptsächlich weiße, schlanke, extrem flexible Frauen als Yogini abgebildet werden, wieso sollte sich eine Person damit identifizieren, die selbst nicht so aussieht?! Das ist ein grundsätzlicher Mangel an Diversität, der natürlich nicht nur die Hautfarbe betrifft.

Yoga bedeutet Einheit. Um diese Einheit zu erreichen, braucht es Inklusion statt Exklusion. Eine Veränderung in der Yogablase kann nur stattfinden, wenn diese aufgebrochen und Vielfalt aktiv gefördert wird. Der erste Schritt ist, die fehlende Diversität bewusst wahrzunehmen und anzuerkennen. Wir können nichts ändern, von dem wir nichts wissen. Das bedeutet, sich über das Thema zu informieren und nicht davor zurückzuschrecken ist unbedingt notwendig. Der nächste Schritt ist zu überlegen, wie vielfältige Yogalehrerinnen unterstützt werden können. Momentan bieten zahlreiche Lehrerinnen ihre Yogastunden online an. Das ist eine super Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren, ohne weit reisen zu müssen, wenn in der eigenen Umgebung keine Vielfalt an Yogalehrerinnen besteht. Außerdem können Schwarze und andere Lehrerinnen die für Diversität stehen und nicht in derselben Stadt leben, zu Workshops eingeladen werden. Darüber hinaus muss sich das Bild auf Social Media verändern. Wenn diverse Gruppen an Menschen repräsentiert werden, sehen sich potenzielle Schüler*innen in ihnen, und wagen sich eher Yogastunden zu besuchen. Wichtig ist auch, sich zu trauen aktiv zu werden und keine Angst vor Fehlern zu haben. Denn es ist besser, Fehler zu machen, als gar nichts zu tun.

Mein Wunsch ist also, dass wir gemeinsam das Ziel von Yoga erreichen: Einheit. Denn Yoga ist für alle Menschen da und sollte für alle Menschen zugänglich sein. Somit kann Yoga nicht nur mir, sondern vielen anderen Personen beim Umgang mit belastenden und schwierigen Situationen helfen. Ich hoffe, dass auch du aktiv die Diversität in der Yogawelt fördern möchtest und mit mir den Weg in Richtung Einheit gehst.

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Martyna Eder

Abiding in uncertainty

It’s the end of the world as we know it- and we don’t feel fine. Desperately clinging to the known and comfortable is a very human thing to do, and I guess in one way or the other we all got hooked by that, lately. A lot of people lost their livelihood, loves ones- or even their own lives and it’s important to acknowledge that. A lot of primordial fear has been triggered and maybe we are just experiencing a global collective emotion. Which is an interesting thing, when it comes to spiritual practice, because in some way we are all having the same or a similar emotional experience, regardless of how different we are, or we think we are.
Being able to relate to the suffering of others is the first step when it comes to practicing compassion, which again is the first step to spiritual awakening. We are stuck with ourselves, many ways of distraction have been taken away from us and something in wants to immediately react like a kid whose toys have been taken away. With defiance and despair we are trying to find somebody to blame and we are becoming most creative in finding ways to distract us in the same way as we usually do, but in new ways. We consume, we post, we like and dislike and we want to “self improve” by totally bypassing to even briefly be with the self we want to improve.
This is a chance for us to lean into our fears rather than eternally running away from them and this is the chance for us to intimately get to know our tendencies and structures.
Opening up to our anxiety and our suffering is very courageous act, but also a most necessary one. If we show up for this challenge and if we take the chance to abide with all these raw and primordial emotions this crisis has triggered in basically all of us, we have the chance to not only practice compassion for ourselves, but for everybody. If I feel lonely and anxious, chances are that a large number of other beings feel the same way, too. By opening up to my own feelings and by softening rather than closing down, I will be able to expand this softness and openness to others, too.
Maybe the world has sent us to our rooms to deal with ourselves so that at some point we will finally be ready to deal with others in a compassionate and kind way.
Because how we treated other beings brought us here in the first place.
And it’s the same thing that can bring us out.

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Susi Stenglein

 Wie ich mir, so ich dir – Die Sache mit dem Selbstmitgefühl

Selbstmitgefühl, Selbstliebe ist in aller Munde, das unverzichtbare Fashion Accessoire, auf das niemand verzichten sollte. Und wenn man sich durch die Vielfältigkeit von Beiträgen zum Thema Selbstmitgefühl liest, muss das ja ganz easy zu lernen sein. Ich habe zig Seminare zum Thema besucht und beschäftige mich schon einige Jahre mit dieser Thematik, aber ehrlich gesagt frage ich mich: Wenn das mit dem Selbstmitgefühl so einfach ist, warum fällt es mir dann immer noch so oft so schwer? Wie oft lächeln wir, obwohl uns eigentlich zum Heulen zumute ist? Wie oft sagen wir „Ja“, obwohl wir eigentlich „Nein“ sagen möchten? Wie oft sagen wir „Es geht mir gut“, obwohl es uns gar nicht gut geht?
Ich möchte dir eine persönliche Geschichte erzählen

Manchmal bin ich echt hart zu mir, gestehe mir gewisse Gefühle nicht zu, um nicht zu empfindlich zu wirken, um einem Konflikt aus dem Weg zu gehen, um gemocht zu werden, um keine Schwäche zu zeigen.

Ich gehöre zu den Menschen, die sich gerne viele Projekte aufhalsen, völlig egal ob sie mir Spass machen oder nicht, ob ich die für mich oder für andere erledige. Und wenn mich jemand um einen Gefallen bittet, erfülle ich den gerne zusätzlich. Ständig und möglichst perfekt. Ich teile unglaublich gerne und viel, möchte nie etwas dafür zurück und bevor ich mir selbst etwas zugestehe, würde ich es erst jemand anderes zugestehen. Bei all dem beachte ich kaum meine eigenen Ressourcen, weder körperlich noch mental.

Ich bin mit 4 Geschwistern großgeworden und meine Eltern haben immer voll gearbeitet. Wir wohnten auf 90qm zu siebt, Geld war kaum vorhanden. Meine Mutter war eine Perfektionistin, eine starke Frau, die viel geschafft hat und sich selbst wenig Zugeständnisse gemacht hat, weil sie uns alles ermöglichen wollte. Und doch hat auch sie nicht immer alles perfekt hinbekommen – das wäre auch unmenschlich, für sie kam das einem Versagen gleich. In so einer großen Familie aufzuwachsen verlangt einiges von allen Beteiligten ab. Es blieb wenig Zeit für „Aufmerksamkeit“, da musste der Laden laufen und wir hatten alle unsere Aufgaben. Wenn wir nicht gemeinsam funktioniert haben, hat das vieles durcheinandergebracht. Es mussten Prioritäten gesetzt werden und da blieb nicht viel Raum über eine Beule oder Schramme zu weinen. Ich habe gelernt, sich den Kopf zu stoßen und eine kleine Beule zu haben o. ä.,ist doch nicht so schlimm. Es ist ja nur eine Beule, der Kopf ist zum Glück noch dran. Eine böse Absicht war das nie und ich vermute, meine Eltern haben es selbst nicht anders kennengelernt. Sie haben es wahrscheinlich sogar immer noch besser gemacht, als sie es selbst als Kinder kennengelernt haben. Jetzt, wo ich selbst Mutter bin, kann ich gewisse Dinge viel besser verstehen. Trotzdem haben diese und weitere Erfahrungen dazu geführt, dass ich mir mit 35 Jahren eingestehen musste an meiner Haltung mir selbst gegenüber dringend arbeiten zu müssen und dafür musste es, wie so oft, ein einschneidendes Erlebnis sein – die harte Tour.

Ich landete mit einer verschleppten Nieren-/Beckenentzündung auf der Intensivstation im Krankenhaus, weil meine Nieren kurz vorm versagen waren. Die Ärzte waren überrascht, dass es soweit gekommen ist. Sie haben mich gefragt, ob ich denn keine Schmerzen hatte, die ziemlich arg gewesen sein müssen. 2 Wochen, bevor ich ins Krankenhaus kam, war ich feste davon überzeugt, das sind Rückenschmerzen, sie waren auszuhalten. Zusätzlich hatte ich Kopfschmerzen, ich dachte aber auch hier, das die natürlich eine Begleiterscheinung meiner Rückenschmerzen sein müssen. Fieber kam erst viel später dazu. An einen brennenden Schmerz beim Toilettengang kann ich mich nicht erinnern, das hat aber nichts zu heißen. Das ich mich aber eigentlich kränklich gefühlt haben muss, ich müde war und insgesamt nicht ganz so fit, habe ich völlig ignoriert – denn meine vielen Projekte, die ich mir gerne aufhalse, waren wichtiger.

Seid diesem Ereignis, habe ich erkannt, dass ich andere Dinge meiner Gesundheit regelmäßig vorgezogen habe. Alles war wichtiger, nur ich selbst nicht. Rückblickend betrachtet fallen mir da eine Menge Dinge ein.

Bei den vielen Untersuchungen die im Krankenhaus durchgeführt wurden, wurde festgestellt, dass ich mit nur einer Niere geboren wurde. Das ist nichts seltenes und auch nicht weiter schlimm, weil man gut mit einer Niere leben kann. Aber bei der Schwere meiner Nieren-/Beckenentzündung, war das Ganze dann doch lebensbedrohlich. Und mit diesem Wissen fing ich an, mir so meine Gedanken zu machen.

Was bedeutet Selbstmitgefühl?

„Es ist ganz entscheidend, wie man mit sich selbst in schweren Zeiten umgeht“
(Kristin Neff, Psychologin an der University of Texas in Austin)

Das Wort Selbstmitgefühl setzt sich aus den Worten Selbst – Mit – Gefühl zusammen. Grob beschrieben bedeuten diese:

Selbst: die psycho-soziale Identität eines Menschen. Es dient der Verstärkung und Betonung des eigenen Ich’s.

Mit: drückt die Gemeinsamkeit, das Zusammen sein oder Zusammenwirken mit einem oder mehreren anderen Tätigkeiten aus und drückt die Wechselseitigkeit bei einer Handlung aus.

Gefühl: Wahrnehmung durch die Sinne, seelische Regung, Empfindung.

Selbstmitgefühl bedeutet grundsätzlich, dass man sich selbst genauso gütig und verständnisvoll behandelt, wie man mit einer Freundin oder einem Freund umgehen würde. Das klingt total gemütlich und erweckt vielleicht den Eindruck, dass Menschen, die unglaublich mitfühlend sind, auch die glücklicheren Menschen auf der Welt sind. Selbstmitgefühl ist jedoch alles andere als gemütlich und setzt voraus, dass man sich seiner Selbst bewusst ist, einen Zusammenhang zwischen Gefühl und Emotion herstellen kann und die Wechselseitigkeit ihrer Bedeutung verstehen und annehmen lernt. Selbstmitgefühl setzt ebenfalls die Bereitschaft für Veränderung voraus. Wir müssen Verantwortung für uns selbst übernehmen.

Kristin Neff, eine der weltweit führenden Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet Selbstmitgefühl, erklärt, dass „Selbstmitgefühl noch tiefer als Selbstakzeptanz geht. Es beinhaltet ein aktives Sich-Kümmern, das Beste für sich selbst zu wollen und sich zu sagen: Ich will meine Wunden heilen, gesund und glücklich sein. Manchmal bedeutet das eben eine Veränderung des eigenen Lebensstils.“

Wenn man im Yogasutra von Patanjali stöbert, wird man feststellen, dass sich darüber schon vor über Tausend Jahren jemand sinnvolle Gedanken gemacht hat: Hier werden 4 Geisteshaltungen beschrieben, mit denen wir Hindernisse in unserem Leben auflösen. Im Buddhismus gelten diese als die „4 Herzensbefreiungen“:

Maitri (Metta): Freundlichkeit, Liebe, Freundschaft, Güte
Karuna: Mitgefühl, Barmherzigkeit
Mudita: Freude, Heiterkeit, Mit-Freude, Glück
Upeksha: Gleichmut, Geduld, Nicht-Anhaftung

Was bedeutet das jenseits deiner Yogamatte?

Wir alle haben es verdient geliebt zu werden und wir haben es verdient, uns selbst zu lieben. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, wir reden schließlich nicht von Selbstbezogenheit. Das wird allerdings gerne mit Selbstmitgefühl verwechselt.
Wir sind alle einzigartig und genauso einzigartig sind auch unseren Haltungen und Blickwinkel.
Der Schlüssel zu mehr Freundlichkeit zu uns selbst und in unserer Gesellschaft liegt darin, uns selbst gegenüber eine liebevolle Haltung zu kultivieren. So wie wir nur gute Beziehungen führen können, wenn wir freundlich miteinander umgehen. Generell ist es für die meisten Menschen leichter, anderen Mitgefühl entgegenzubringen als sich selbst.

Sei nicht zu streng mit dir

Wir sollten nicht zu streng mit uns sein und uns in Situationen hineinversetzen können (auch unsere eigenen), um sie vielleicht zu verändern. Wir haben alle eine innere Stimme, unseren inneren Kritiker, mit dem wir uns auseinandersetzen sollten. Vielleicht weniger Widerstand zu leisten und innerlichem Trotz zu frönen, sondern die Dinge anzunehmen, wie sie sind, und uns mehr mit dem Dahinter auseinandersetzen. Das hilft, um den Blickwinkel auf ein ungesundes Muster zu verändern. Der Klassiker ist die gescheiterte Diät.

Mache Zugeständnisse

Es ist wichtig, sich selbst Glück und Freude zuzugestehen. Es ist aber ebenso wichtig genau das auch anderen zuzugestehen und sich mitzufreuen. Auf der Yogamatte meldet sich gerne unser innerer Kritiker. Bspw. wenn du für diese eine Asana nicht flexibel genug bist, aber die Mädels vor dir auf der Matte, die stehen mit ihren ranken und schlanken Körpern wie eine Eins in der Asana. Sei nicht zu streng mit dir und mach dir bewusst, dass diese Asana dir nach und nach zu mehr Flexibilität verhilft. Frage dich immer wieder selbst, wie du dich in dieser Haltung fühlst und ob du sie genießen kannst. Du musst dich nicht verbiegen, um dich zu Verändern, sondern vielmehr versuchen dein Ändern zu leben.

Sehe deine Fehler als Chance

Wir können nie wissen, wie etwas zu sein hat. Diese Haltung zu üben, kann dabei helfen nicht zu bewerten und uns selbst wieder liebevoll zuzuwenden. Fehler als Chance zu sehen, wird uns dabei unterstützen daraus zu lernen. Laut Patanjali leiden wir alle auf unserem Weg, das bedeutet aber nicht, wenn du mal wieder einen Ausrutscher hattest, bspw. eine riesige Schüssel Eiscreme verputzt hast oder die Geduld verloren hast, dass du dich dafür bestrafen musst. Gestehe dir Fehler zu und sei trotzdem stolz auf dich. Integriere vielleicht einen gesunden Humor.

Setz dich nicht unter Druck

Lege nicht alles auf die Goldwaage, sondern versuche dich zu entspannen. Du wirst es nicht jedem Menschen recht machen können. Versuche Kritik liebevoll anzunehmen und befreie dich von den hohen Ansprüchen an dich selbst. Wir verlieren immer wieder unser Ziel aus den Augen, haben vielleicht die falsche Abzweigung genommen, sind im Kreis gelaufen oder sogar rückwärts gegangen. Aber jeder Schritt wird sich lohnen, auch wenns mal ein bisschen länger dauert!

Bleibe du selbst

Es erfordert Mut, uns so zu zeigen wie wir sind, wir könnten uns angreifbar machen und an Sympathien verlieren. Es erfordert Mut Meinungen infrage zu stellen (auch die eigene) und sich auf neue Sichtweisen einzulassen. Es erfordert Mut die Kontrolle abzugeben und dich überraschen zu lassen von den vielen unbekannten Dingen des Lebens.

Tief im Inneren wissen wir, wer wir sind. Wir alle besitzen einen Ort voller Frieden und Leichtigkeit, eine innere Weisheit, einen Ort voller Widerstandsfähigkeit und Kraft. Gerade jetzt, wo Corona unseren Alltag fest im Griff hat, hilft es, sich mit Abstand und trotzdem liebevoll zu begegnen, mitfühlend und uns solidarisch zu zeigen, Geduldig zu sein und dabei die Freude am Leben nicht zu verlieren. Und wenn Corona vorbei ist, habe ich die große Hoffnung, dass von diesen Aspekten bei vielen Menschen etwas hängengeblieben ist.

In diesem Sinne stay true, be you!

Deine Susi

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Anna-Mareike Oetken

Indien und zurück… Om Shanti 

Ich fliege nicht gern. Aus ökologischen Gründen und weil ich die Vorstellung, mit einigen Menschen tausend Kilometer über dem Boden eingesperrt zu sein, ziemlich gruselig finde. Manche Ziele sind aber mit dem Zug schwer erreichbar. Indien zum Beispiel. Wenn ich dort hin will, muss ich entscheiden, was wichtiger ist. Das war für mich ziemlich einfach, als die Idee Teile meiner Ausbildung in Indien – sozusagen an der Quelle – zu wiederholen, in mir heranreifte. Alles schien sich zu fügen. Nie habe ich gezweifelt. Es hat sich einfach richtig angefühlt. 

Die Ankunft im Govardhan Eco Village war wie nach Hause kommen. Und ab da war meine Welt in Ordnung. Es trat dieser Zustand ein, in dem alles okay ist. Dieses Gefühl von Zufriedenheit, von Shanti. 

Das Eco Village ist ein sehr besonderer Ort, eine kleine Utopie, ein Stückchen Paradies, Shanti auf Erden. Es ist leicht, in einer solchen Umgebung dieses Shanti-Gefühl zu finden. Schwieriger ist es, das Gefühl zu bewahren. Es mitzunehmen in den Alltag. Es in der Hektik zu finden, oder im Regen an der Bushaltestelle. Da ist es natürlich gut, wenn das Gefühl schon mal da war und die Erinnerung daran noch anhält. Um ehrlich zu sein, ist das für mich die eigentliche Yoga-Praxis – außerhalb der Yoga-Bubble, in der wir Licht und Liebe predigen, Licht und Liebe zu sein. 

Das zu leben, was wir als Yogalehrer in einer Klasse erzählen oder als Übende auf der Matte mit einem überzeugten Nicken annehmen, spielt besonders im Jivamukti Yoga eine große Rolle. Zu sagen, was man meint und zu meinen, was man sagt, ist nicht immer einfach – aber Yoga ist nicht dazu da, es uns einfach zu machen. Es ist ein Weg, der uns zu unseren Grenzen bringt, diese austestet, verschiebt und uns  dadurch mehr Handlungsspielraum, mehr Freiheit gibt. Frei zu entscheiden, eine echte Wahl zu treffen und für diese Wahl Verantwortung zu übernehmen, gibt uns unser Leben zurück – für das wir letztendlich immer selbst verantwortlich sind. Nicht unsere Eltern oder die Gesellschaft bedingen, wer wir sind. Wir selber entscheiden uns dafür, wer oder was wir sind. Denn wie Sharon Gannon – Padma-ji – sagt: wie ich andere behandle, bedingt, wie andere mich behandeln. Wie andere mich behandeln bedingt, wie ich mich sehe. Und wie ich mich sehe bedingt, wer ich bin. Indem wir unsere Beziehungen zu anderen von einem (inneren) Ort der Ruhe und des Friedens aus aufbauen und gestalten, können wir letztendlich uns selbst verändern und damit der Wandel sein, den wir uns für die Welt wünschen.

Wenn ich an meine beiden Wochen in Indien zurückdenke, erinnere ich mich vor allem an mein „Shanti“ und natürlich an die Dinge, die ich lernen, die Momente, die ich erleben und die Menschen, die ich kennen lernen durfte. An das Wissen, das großzügig von Herz zu Herz weitergegeben wurde. An das Maha Mantra, Hare Krishna, das allgegenwärtig war.

Alles Liebe – Hare Krishna – 

Anna Mareike

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June Nardiello

Mama Cacao is calling

Es gibt ein altes Sprichwort in Südamerika, das besagt, dass Heilige Pflanzen ihre Heimat verlassen werden, um den Menschen in den Städten Heilung und Herzöffnung zu bringen, in einer Zeit, in der dies benötigt wird.

Diese Zeit ist jetzt!

Eine dieser heiligen Pflanzen ist Cacao.

Für die Mayas, Azteken und Inkas war Mama Cacao eine der mächtigsten Gottheiten ihrer Kosmologie. Sie nannten den Kakao entsprechend “Nahrung der Götter” und nach einer Sage heißt es, wann immer die Balance zwischen Mensch und Natur in Gefahr ist, kommt Mama Cacao aus dem Dschungel, um die Herzen der Menschen zu öffnen und die Harmonie auf dem Planeten wieder herzustellen. Ich höre den Ruf von Mama Cacao ganz klar und deutlich. Mittlerweile. Als ich meine Flüge nach Südamerika buchte, dachte ich noch keine Sekunde daran. Nun weiß ich, warum ich dorthin muss und was meine Mission ist. Den besten Kakao aus Ecuador, Peru und dem Amazonas finden und mit zurück nach Deutschland bringen, um hier die Herzen der Menschen mindestens zu berühren, vielleicht zu öffnen. Zunächst noch etwas mehr Info zum Kakao, was hat es mit dieser Pflanze wirklich auf sich??

Kakao war eines der wertvollsten Güter und wurde von den indigenen Völkern für rituelle, schamanische und medizinische Zwecke eingesetzt. Die Mayas erkannten schon sehr früh die psychoaktive Wirkung der Pflanze. Psychoaktivierend – nicht psychedelisch wie zum Beispiel LSD oder Pilze – heißt, es aktiviert unsere Psyche auf eine subtile Art und Weise. Psyche ist übrigens das griechische Wort für Seele. Kakao hilft dir also mit deiner Seele in Kontakt zu treten. Es ist eine “Regenbogenmedizin” so vielfältig in der Form wie Wirkung und berührt dich auf seelischer, energetischer und spiritueller Ebene. Dazu ist es auch noch eine Teacher Plant, eine Lehrerpflanze, die ihr Wissen mit dir teilt. 

Vielleicht kennst du Kakao auch aus unserer Wissenschaft als Superfood, mit nachweislich herzöffnender Wirkung durch Inhaltsstoffe wie Magnesium, Zink und Antioxidianten. Es enthält auch Serotonin, das “Glückshormon”, und Tryptophan, was die körpereigene Produktion von Serotonin anregt und Angst und Stress mindert. Zudem wurde Anandamid (aus dem Sanskrit “Ananda”: Freude oder reines Glück), auch bekannt als “Bliss Chemical” in Kakao gefunden, welches zur metaphysischen, spirituellen Ebene führt und dich für neue Einsichten, Ideen und Visionen öffnet. 

Gut zu wissen ist auch: Kakao ist nicht gleich Kakao. Nur unbehandelter Kakao ist geeignet: roh, biologisch angebaut und fair gehandelt. Je nach Herkunftsland hat der Rohkakao auch unterschiedliche Wirkungen, mal tief und therapeutisch, dann rauer und erdender, oder weicher und herzöffnender. Also kann und sollte man den Kakao je nach gewünschter Wirkung auswählen und zu sich nehmen. Am besten in einer Zeremonie, dazu gleich mehr.

Kurz und knackig, was bringt dir Kakao? Kakao kann:

  • dich zu mehr Klarheit und Selbstbestimmung führen
  • innere, emotionale Blockaden lösen
  • dir (Selbst-)Erkenntnis schenken
  • dich in einen Zustand der Harmonie versetzen
  • deine Erdung und Verbindung mit Pachamama (Mutter Erde) stärken

Zeremonien und Rituale helfen dir dabei diese Wirkungen zu erzielen und mit dem Geist der Kakaopflanze – der sogenannten Deva – in Kontakt zu treten. Die Deva ist dabei deine Führerin und Lehrerin, die dir hilft dich zu verbinden. Vergiss dabei nicht, dass die Wirkung sehr subtil, dafür sehr tiefwirkend ist. Du musst dich darauf einlassen, dich hingeben – und es einfach geschehen lassen. 

Man kann sich darauf vorbereiten, indem man sich am Tag und dem vor seiner Kakaozeremonie vegan ernährt, denn Milchprodukte und tote Tiere dämmen die Wirkung. Die Stunden vor der Zeremonie am besten gar nichts mehr essen, dafür aber reichlich Wasser trinken. Darüber Hinaus gibt es für eine Kakaozeremonie keine Regeln oder festen Abläufe. Je nach durchführende/m Zeremonieleiter/in kann die Zeremonie ganz unterschiedlich gestaltet sein. Nur eines bleibt immer – es wird Kakao getrunken. Letztlich musst du wissen, dass du es selbst nicht in der Hand hast, wie deine Kakaozeremonie und die Pflanze auf dich wirkt. Deva bestimmt dies und zeigt sich dir ganz individuell: über dein Herz, dein Fühlen, deine Intuition, Deine Impulse, Ideen, Klänge, Gerüche, Bilder… sei einfach dankbar, genieße es und lass alles geschehen. 

Ich bin June oder auch Soumya (“Tochter des Mondes”) und ich folge dem Ruf von Mama Cacao. Ich höre ihn ganz deutlich, und in weniger als 4 Wochen geht es für mich los, direkt in den Amazonas. Auf der Suche nach Mama Cacao, nach Heilung, nach Herzöffnung, nach Harmonie, nach Verbundenheit, nach Erdung. 

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Luisa Busato

Warum Instagram ein optimaler Manifestationslehrer ist

Hast du dir schon einmal bewusst gemacht, dass der Algorithmus von Instagram sich dem Gesetz der Anziehung bedient? Im Umkehrschluss: Wenn du manifestieren lernen möchtest, ist Instagram ein wunderbarer Lehrer – in doppelter Hinsicht.
Im Prinzip funktioniert das beliebte soziale Medium so, dass dich alle Themen finden, die du bewusst oder unbewusst suchst. Wem du folgst, wem du ein Herz da lässt, wessen Stories du regelmäßig schaust, all das ist Grundlage für die Themen, die dir zurück gespiegelt werden. Instagram wertet aus, was du konsumierst, und schlägt dir genau diese Inhalte und Personen sowie thematisch Weiterführendes vor. Was du nicht suchst, blendet es irgendwann aus. So simpel das auch klingen mag, so massiv beeinflussend ist dieser Mechanismus im Hinblick auf deine Lebensqualität. Warum?


Weil du wirst, was du denkst und was du fühlst. Mind over matter – and over feelings, too. Tagtäglich laufen in deinem Unterbewusstsein Programme ab, die so tief eingeprägt und selbstverständlich sind, dass du sie gar nicht bewusst wahrnimmst. Sie sind entscheidend dafür, wie wir über uns selbst denken, wie wir die Welt sehen, welche Energien wir konsumieren und welche Energien wir wiederum reproduzieren. Selten hat mich ein metaphysisches Prinzip so fasziniert, wie das Gesetz der Anziehung. Ihm unterliegt die universelle Macht schlechthin: die Kraft der Schöpfung.

Hier sind wir auch direkt bei einem guten Stichwort. Hast du dich schon mal gefragt, wie du in diese Welt gekommen bist? Also konkret nach dem großen Plan hinter dir? Quantenphysikalisch lässt sich erklären, dass du dich selbst manifestiert hast, denn das Universum arbeitet immer rückwärts. Wenn du hierzu eine ausführliche Erklärung wünschst, empfehle ich dir das Buch „Die Matrix der Wunscherfüllung“ von Michael Dooley. Dieses Rückwärtsprinzip führt zum absoluten Schlüssel einer erfolgreichen Manifestation: Sie muss so artikuliert sein, dass sie bereits geschehen ist, sprich, du siehst dich selbst in deiner konkreten Vision.

Und, wie fühlt sich diese an? Du glaubst dir selbst nicht, dass du in deiner Yacht übers Mittelmeer steuerst und George Clooney in den Armen liegst? Das wundert mich nicht, denn spür mal, was für ein Gefühl dabei aufploppt. Gefühle sind die Ergebnisse chemischer Reaktionen im Gehirn, die sich in Folge von gedachten Gedanken ergeben. Wie klingt hingegen: „Ich ziehe Liebe, Romantik und Fülle mit Anmut und Leichtigkeit in mein Leben.“ Yesss, da ist es, das große gute Gefühl, nach dem du gesucht hast. Und genau so machst du weiter. Täglich, oder am besten mehrmals am Tag. Bemerkt ja keiner, was du da treibst, während du bis über beide Wangen fett grinst.

Du siehst also, das Universum braucht dein Vertrauen. Dein Vertrauen in das Universum im Allgemeinen wie im Spezifischen, dass es dir genau das liefert, was du unter den großen Begriffen wie Liebe, Glück und Fülle verstehst. Beispielsweise wirst du, wenn du an Schulden denkst, keine Fülle im Gefühl kreieren. Du wirst auch nicht viel Liebe fühlen, wenn du eine unglückliche Paarbeziehung vor Augen hast. Du wirst bestimmt auch nicht rundum glücklich sein, wenn dein Job dich nur frustriert. Diese Situation klingt aussichtslos und nach Hamsterrad? Für dein Ego vielleicht. Deine Seele kennt den Plan und eine ganz einfache Strategie: die der Manifestation.

Wie auch immer deine aktuelle Lebenssituation im Außen aussieht, dein Innen gestaltest du komplett autark. Es kostet dich weder Kraft noch Geld, deine Gefühle zu verändern. Du kannst jetzt in diesem Moment entscheiden, wie du dich fühlen magst. Lass für den Augenblick mal ein gutes Gefühl durch dich strömen, in dem du an eine Person oder Situation denkst, die dich einfach nur glücklich macht oder gemacht hat. Sobald dieses Gefühl kommt, kommen auch gute Gedanken. An alle Zweifler: es geht rein quantenphysisch betrachtet gar nicht anders. Als ich mit Manifestieren begonnen habe, dachte ich für einen kurzen Moment: „Ok, es klingt logisch und absurd zugleich, aber ich habe ja nichts zu verlieren.“

Ich habe rein gar nichts verloren. Ich gewinne tagtäglich. Wunder geschehen, meine Träume erfüllen sich. Menschen treten (wieder) in mein Leben, die mich in dem beflügeln, was ich wirklich bin. Ich manifestiere täglich. Mehrmals. Morgens vor dem Spiegel, mit wohlduftendem Baby in der Trage, unter der Dusche, an der Kasse, beim Kinder zu Bett bringen usw. Ich bin süchtig nach dem permanent guten Gefühl. Schon allein deshalb lohnt sich dieses Ritual so sehr.

Um auf den zweiten Punkt zu kommen, warum Instagram (wohl bemerkt bewusst konsumiert!) beim
Manifestieren helfen kann: Wir können uns mit inspirierenden Menschen und Ideen rund um die Welt verbinden und austauschen und dank ihrem hohen Energielevel selbst immer höher schwingen.

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Dana Sertel

The Secrets we keep inside

YS 1.11 – Anubhūta visayāsampramosah smritih

Memory (Smrti) is the calling up or retaining of past experiences.  „It is our non-ability to let go of past things that causes memory“

Alles was wir erleben & tun hinterlässt eine Spur in uns. Das Gesetz von Ursache und Effekt trifft immer zu – ohne Ausnahme. Die Yogis nennen dieses Prinzip Karma. Die Spur oder Abdrücke werden Samskaras genannt, welche unser Leben ziemlich genau nachzeichnen. Einige davon werden größer und tiefer sein, andere kaum wahrnehmbar. Fragt man jemanden was die 3 wichtigsten Ereignisse seines Lebens bisher waren, nennt die Person höchstwahrscheinlich Daten an denen entweder jemand geboren wurde, gestorben ist oder eine andere tiefgreifende Veränderung eingetreten ist. 

Dass die Ereignisse unseres Lebens einen Abdruck hinterlassen ist uns nicht immer bewusst. Wir können hier unterscheiden zwischen bewussten und unbewussten Erinnerungen. Bewusste Erinnerungen sind solche, die wir gezielt abrufen können und auch wieder ablegen. Unbewusste Erinnerungen lassen sich nicht so einfach steuern. Oft glauben wir etwas sei vollkommen verschwunden, weil es nicht mehr jeden Tag in unseren Gedanken ist. Manche Ereignisse aber wurden zu unserem Schutz von unserem Bewusstsein nach unten geschoben. Zum Beispiel, weil wir in der Situation die Konzentration für etwas anderes benötigen oder wenn uns etwas schmerzhaftes widerfährt und wir dies in dem Moment noch nicht komplett begreifen können. Ein Ereignis, welches uns dann später verfolgt und einschränkt in irgendeiner Form nennen wir Trauma.

Der Körper hat alle Ereignisse und die damit verbundenen Gefühle und Emotionen abgespeichert. Vielmehr noch – er lernt auf bestimmte Ereignisse zu reagieren. Entweder mit einer Schutzreaktion oder auch übersteigerter Euphorie. Ängste sind eine erlernte Reaktion auf bestimmte Auslöser. Hier funktioniert der Körper wie eine Art Festplatte, die bestimmte Informationen abrufen kann. Erinnerungen, die lange vergessen waren können durch einen Ton, einen Duft oder ein Wort schlagartig zurückkommen. Gute und weniger gute. 

Die Auslöser werden auch Trigger genannt. Ein Signal, das eine Reaktion erzeugt. Der entscheidende Punkt liegt hier in unserem Nervensystem. Wenn unsere schmerzvollen Erinnerungen getriggert werden, sendet unser Nervensystem genau die gleichen Signale durch den Körper wie in der Ur-Situation und macht es uns in diesem Moment fast unmöglich da einen distanzierten Blick zu behalten. Das große Ganze im Blick behalten erscheint schier unmöglich wenn man sich gerade inmitten eines emotionalen Ausbruchs befindet. Die Ratio würde sagen “ist doch nicht so wild, du weißt, dass sich alles wieder beruhigt.” – Die Gefühle fahren aber eine emotionale Achterbahn mit uns aus der wir kaum rauskommen. 

Wie kann man dem achtsam begegnen? Die Yogapraxis kann an vielen Punkten ansetzen. 

Ganz besonders an unserem Nervensystem, dem feinstofflichen Körper, den wir alle in uns tragen – auch pranayama kosha genannt. Die Schicht der Lebensenergie. Unser Wohlbefinden lässt sich nicht auf einen einzelnen Punkt reduzieren. Echtes Glücklichsein kann kaum einer an einer Stelle im Körper oder einer bestimmten Laune verorten. Es geht bei der Suche um Glück immer um das Zusammenkommen von Körper, Geist und Seele – eine Ausbalancierung, die zu einem Zustand von Zufriedenheit und Glück führt.

Eddie Stern sagt in seinem Buch “One Simple Thing”, dass es erstaunlich ist wie Menschen mit verschiedensten Leiden in eine Yogaklasse gehen können und sich danach besser fühlen. Die Praxis wirkt so auf das Nervensystem – über Atmung und Wiederholung, dass sich der Körper wieder in den Heilungsweg begibt. Ein überaktiver Nervenapparat (Angstzustände und Nervosität) kann sich so wieder ausgleichen. Eine mangelnde Aktivität (Depression, Lethargie) wird durch kontinuierliche Praxis in einen Zustand von erneuter Aufnahmefähigkeit gebracht. Dieser Mechanismus ist das besondere an Yoga und ähnlichen achtsamkeitsorientierten Praktiken und kann – wenn mit qualifizierten Lehrern und evtl. Therapeuten angewendet – sehr heilsam sein.

Doch auch abseits von extremen Gefühlssituationen bringt das kontinuierliche Üben einen Zugang in den Bereich unserer innewohnenden Gelassenheit, die es uns erlaubt dem Leben mit einer spielerischen Haltung zu begegnen. 

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Anna Schmidt-Oehm

Ohne Zähneputzen geht – ist aber nicht so schön…

Mein Yogaweg begann vor mehr als 20 Jahren und damals war ich noch wirklich weit entfernt von der Idee, Yoga zu meinem Beruf ja sogar zu meinem Leben werden zu lassen. Yoga war damals vor allem eine körperliche Praxis, die mir meine Rückenschmerzen nahm und erst nach und nach mehr Raum in meinem Kopf und Herz bekommen sollte.

Was ich aber schon sehr früh erkannt habe war, dass ich selbst der Schlüssel bin. Ich bringe meinen Hintern auf die Matte bewegen. Ich bin es, die Dinge ändern kann. Ganz egal, ob damit eine Veränderung im Körper oder in meinem Verhalten gemeint ist. Der innere Schweinehund wurde also mein bester Freund. Keine leichte Aufgabe oder yes, change hurts… So habe ich schon lange vor meiner heutigen Praxis, alleine auf der Matte gesessen und erstmal „bloß“ Asanas geübt, geschwitzt, gelacht und geflucht. Die meisten Menschen finden den Weg zum Yoga über die körperliche Praxis und das ist großartig. Die Wirkung von Yoga im Körper zu spüren ist unbezahlbar. Yoga kann nur erfahren, nicht erzählt werden.

Im Lauf der Jahre hat sich meine Praxis natürlich stark verändert. Heute ist Ashtanga mein Weg. Ein strenges System, dass viel Disziplin abverlangt und sicher nicht für alle der richtige Weg ist. Ashtanga möchte, dass du es ein Leben lang, sechs Tage die Woche übst. Dass du mit Hingabe und Demut nur das praktizierst, was deine Lehrerin für dich angemessen hält. Egal, ob du die Übung beherrscht oder jahrelang dafür üben wirst, ob du sie magst oder eben nicht. Klingt nicht so prickelnd? Stimmt, aber ich liebe es und würde es für nichts eintauschen. Und ja, es nervt manchmal gewaltig.

Voll langweilig immer das Gleiche zu üben? Nö, voll suuuper. Die Asanas stehen nicht im Vordergund sondern das Eintauchen in den Atem, in die Bewegung, in den Geist. Ich habe sozusagen jeden Tag ein Date mit mir und es ist immer spannend. Dadurch, dass die Serien vorgegeben sind, kannst du deinen Kopf ganz frei machen und brauchst dir nichts überlegen.

Voll viel zu doll und gefährlich? Nö, überhaupt nicht. Es ist wie Zähne putzen – ohne geht, ist aber echt nicht so schön. Viele Menschen denken, Ashtanga sei Yoga-Hochleistungssport. Das kann ich verstehen, wenn man von außen drauf schaut. Wenn man sich aber vorstellt, dass Ashtangis jahrelang an den Asanas und ihren Übergängen feilen, ist es nur normal, dass man diese irgendwann nahe an der Perfektion ausübt. Geht es darum? Nein! Practice and all is coming. Diesen Satz kann ich aus eigener Erfahrung nur unterstreichen. Die Essenz der Methode ist die Verbindung zu dir zu finden und sich als Einheit aus Körper, Geist und Seele wahrzunehmen. (Beihnahe) Frei von Zweifel, Furcht und Sorge. Die Zeit auf der Matte ist nur ein Hilfsmittel. Irgendwann merkst du, dass du die Praxis in dein Leben ausstrahlt und viele Dinge verändern sich. Deine Einstellung zu den verschiedensten Themen oder auch Beziehungen.

Lust bekommen, es selbst auszuprobieren? Ab auf die Matte mir dir. Mein Tipp: starte mit den Sonnengrüßen (5 bis 8 Wiederholungen) und schau, ob du es zwei Wochen lang auf die Matte schaffst. Nimm’ dir nicht zu viel vor, sonst ist die Frustgrenze zu hoch und du hörst zu schnell wieder damit auf. Steigere dein Pensum von Woche zu Woche oder von Monat zu Monat. Trage dir deine Yogazeit in den Kalender ein. Es muss nicht jeden Tag um die gleiche Uhrzeit sein und schon gar nicht vor Sonnenaufgang. Es sei denn, du möchtest das undbedingt. Finde eine Regelmäßigkeit, die zu dir passt. Am Ende gilt immer:

Das Yoga soll zu dir passen, nicht du zum Yoga!