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Meditation in der Schwangerschaft

Die Praxis der Meditation kann während der Schwangerschaft eine Vielzahl von positiven Auswirkungen auf den Körper und den Geist haben. Während dieser besonderen Zeit des Lebens können werdende Mütter von den beruhigenden und ausgleichenden Effekten der Meditation in vielerlei Hinsicht profitieren.

  • Stressreduktion: Meditation hat sich als effektive Methode zur Stressbewältigung erwiesen. Durch die Fokussierung auf den Atem oder auf beruhigende Gedanken kann Meditation dazu beitragen, den Stresspegel zu senken und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
  • Angst- und Sorgenabbau: Werdende Mütter können während der Schwangerschaft Ängste und Sorgen bezüglich der Gesundheit des Babys, der Geburt und der bevorstehenden Elternschaft empfinden. Meditation kann helfen, diese Ängste zu reduzieren, indem sie die Gedanken beruhigt und eine positive mentale Einstellung fördert.
  • Schmerzbewältigung: Schwangerschaft kann mit verschiedenen Arten von körperlichen Beschwerden einhergehen, wie beispielsweise Rückenschmerzen, Übelkeit oder Schlafstörungen. Meditation kann dabei helfen, die Schmerzwahrnehmung zu vermindern, indem sie das Bewusstsein für den eigenen Körper und die Schmerzen erhöht. 
  • Schlafverbesserung: Viele Schwangere leiden unter Schlafstörungen aufgrund von körperlichen Unannehmlichkeiten oder emotionalen Unruhen. Meditation vor dem Schlafengehen kann dazu beitragen, den Geist zu beruhigen und eine tiefere, erholsamere Nachtruhe zu ermöglichen.
  • Bindung zum Baby: Meditation kann eine intensive Bindung zwischen der werdenden Mutter und ihrem ungeborenen Kind fördern. Indem die Mutter sich bewusst Zeit nimmt, um sich auf die Verbindung zu ihrem Baby zu konzentrieren, kann sie ein Gefühl der Nähe und Harmonie entwickeln.
  • Hormonelle Balance: Meditation kann dazu beitragen, eine ausgeglichenere Hormonproduktion zu fördern. Ein stabiler Hormonhaushalt kann nicht nur das Wohlbefinden der Mutter unterstützen, sondern auch eine positive Auswirkung auf die Entwicklung des Babys haben.

Jede Schwangerschaft ist einzigartig. Bevor mit einer Meditationspraxis begonnen wird, sollte eine werdende Mutter ihren Arzt konsultieren, um sicherzustellen, dass Meditation sicher und angemessen für ihre individuelle Situation ist. Wenn dies der Fall ist, kann die regelmäßige Praxis der Meditation während der Schwangerschaft eine wertvolle Ressource sein, um die körperliche und emotionale Gesundheit der Mutter sowie die Verbindung zum ungeborenen Kind zu fördern.

Meditation für Schwangere

Schließe sanft deine Augen und finde eine bequeme Sitzposition. Spüre den Boden unter dir und lasse deinen Körper ruhig und entspannt werden. Atme tief ein und aus, während du dich auf deinen Atem konzentrierst.

Visualisiere nun einen ruhigen, sicheren Ort in der Natur. Es kann ein ruhiger Strand, ein malerischer Wald oder ein blühender Garten sein. Stelle dir vor, wie du diesen Ort betrittst und spüre die angenehme Atmosphäre um dich herum.

Nun richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper und das kleine Leben, das in dir wächst. Fühle die Verbindung zwischen dir und deinem Baby. Spüre die liebevolle Energie, die zwischen euch fließt, und erlaube dir, diese Verbindung zu vertiefen.

Atme bewusst in den Bauch ein und spüre, wie sich dein Baby mit jedem Atemzug entspannt und genährt fühlt. Spüre die sanften Bewegungen deines Babys und erkenne die wunderbare Verbindung, die du in diesem Moment teilst.

Sende liebevolle Gedanken und positive Affirmationen an dein Baby. Sage ihm, wie sehr du es liebst und wie sehr du dich darauf freust, es in deinen Armen zu halten. Lasse diese Worte mit jeder Ausatmung sanft in den Raum fließen.

Stelle dir vor, wie du dich von einer liebevollen, beruhigenden Energie umgeben fühlst. Diese Energie umhüllt dich und dein Baby und schenkt euch beiden Wohlbefinden und Geborgenheit.

Nimm dir nun einen Moment, um in Stille zu verweilen und diese liebevolle Verbindung zu genießen. Lasse deine Gedanken und Sorgen los und tauche ein in die Schönheit dieses Moments.

Wenn du bereit bist, öffne langsam deine Augen und spüre die Ruhe und das Glück, die diese Meditation in dir hinterlassen hat. Nimm dir vor, diese liebevolle Verbindung zu deinem Baby während deiner Schwangerschaft und darüber hinaus zu pflegen.

Diese Meditation kann jederzeit während der Schwangerschaft praktiziert werden, um Momente der Entspannung, Verbundenheit und Vorfreude zu erleben. Es ist ein wunderbarer Weg, um dich mit deinem Körper und deinem Baby zu verbinden und eine liebevolle Atmosphäre zu schaffen, während ihr gemeinsam diese besondere Reise durch die Schwangerschaft geht.

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Der 8-gliedrige Pfad für Kinder

B.K.S. Iyengar vergleicht die acht Stufen des 8-gliedrigen Pfades mit den Miteinander verbundenen Teilen eines Baumes: Wurzeln, Stamm, Äste, Blätter, Rinde, Saft, Blüte und Früchte.

“Wenn du eine Pflanze aufziehst, gräbst du zuerst ein Loch, du entfernst die Steine, das Unkraut und machst den Boden weich. Dann legst du die Saat in den Boden und umgibst sie mit der weichen Erde.

Das machst du so vorsichtig dass, wenn sich der Samen öffnet, dieser nicht von dem Gewicht der Erde beschädigt wird. Nach ein oder zwei Tagen öffnet sich der Samen und ein Sprössling erscheint, der einen Stil entwickelt. Dann spaltet sich der Stil in zwei Äste und produziert Blätter. Er entwickelt sich stetig und langsam in ein Stamm und produziert eine Vielzahl an Ästen in sämtliche Richtungen mit vielen Blättern.

Ähnlich, benötigt auch der Baum des eigenen Selbst eine gewisse Pflege. Die alten Weisen, die ihre Seele beobachten und erfahren haben, haben entdeckt, dass ihr Ursprung (die Pflege) im Yoga liegt.

Dieser Ursprung/Samen besitzt 8 Segmente, welche, wenn der Samen anfängt zu wachsen, sich in den Ästen eines Baumes manifestieren.”

Wurzeln: Yamas (Umgang mit anderen)

Stamm: Niyamas (Umgang mit sich selbst)

Äste: Asana (Körperhaltungen)

Blätter: Pranayama (Atmung)

Rinde: Pratyahara (Rückzug der Sinne)

Saft: Dharana (Konzentration)

Blüte: Dhyana (Meditation)

Früchte: Samadhi (Glückseligkeit)

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Detox your life

Wenn die Tage wieder länger werden, die Dunkelheit dem Licht mehr Raum gibt, die Sonne langsam wärmer wird und die Natur beginnt aus ihrem Winterschlaf zu erwachen, biegt der Frühling langsam um die Ecke. Die ersten Knospen beginnen sich zu entfalten, es wird Stück für Stück wieder grüner und lebendiger um uns herum. Die Schwere des Winters darf von uns abfallen und die Lebendigkeit darf in unser Sein einziehen. Diese Zeit des Erwachens kann sehr wertvoll für uns sein, um Dinge zu sortieren und loszulassen.

Die Idee des Frühjahrsputz ist absolut nicht neue und wird doch oft unterschätzt. Das Loslassen von physischen Dingen, die uns keine Freude mehr bereiten, kann sehr erleichternd auf uns wirken. Und auch die Yogapraxis kann eine Unterstützung sein, um mehr Raum in Körper und Geist zu schaffen – sozusagen ein Frühjahrsputz von innen. Schließlich befinden wir uns in einem Übergang von Winter zu Sommer und damit von wenig Aktivität zu viel Aktivität. Die Frühlingsenergie kann uns also wunderbar unterstützen, aus dem Winterschlaf zu erwachen und uns auf einen ausgelassenen Sommer vorzubereiten. 

Was du tun kannst?

Wenn wir von Frühjahrsputz sprechen, ist auch der Begriff “Detox” nicht weit. Detox ist ein Wort und Konzept, dass die Geister spaltet, darum möchten wir dir hier unsere Sichtweise erläutern. Der Körper entgiftet quasi unentwegt, Tag für Tag. Wir nehmen Essen zu uns, der Körper verwertet was er braucht und scheidet aus was nicht verwertbar ist. Wir sind ständig den Einflüssen unserer Umwelt ausgesetzt, vor allem wenn wir in Städten leben. Und natürlich können wir den Körper dabei unterstützen zu entgiften, indem wir beispielsweise leichter verdauliches Essen zu uns nehmen, schauen dass wir genügend trinken usw. “Detox” ist also kein Aufruf zu entgiften, denn das geschieht ganz automatisch, gemeint ist, dass wir etwas dazu beitragen, damit dieser Prozess etwas leichter wird. 

Was können wir also konkret tun, um die Schwere des Winters loszulassen und unsere Energie zu erhöhen? Wir haben hier ein paar Ideen für euch gesammelt, die wir als hilfreich empfinden.

  1. Ausmisten und Frühjahrsputz: Sauber machen, abstauben, Fensterputzen etc.. Diese ganz banalen Tätigkeiten können helfen neue Frische in Wohnung oder Haus zu bringen. Und du kannst das mit einer Inventur verbinden. Physische Dinge loslassen für die wir keine Verwendung mehr haben, die unbenutzt in der Ecke stehen und einstauben, kann befreiend sein. Jeder der schon mal ausgemistet hat, kann nachvollziehen, was für eine erleichternde Wirkung es hat, Altes rauszuschmeißen. Und wenn du die Sachen spendest, die du nicht mehr brauchst, machst du möglicherweise auch noch jemand anderem eine große Freude. Aus yogischer Sicht, üben wir uns hier in Aparigraha, des nicht horten oder nicht anhaften. (Lese dazu unseren Artikel über die Yamas)
  2. Neuer Schwung in der Küche: Winter ist Comfortfood Zeit und das ist gut und wichtig. Doch die Art und Weise wie wir Essen kann etwas sein, was uns zusätzlich beschwert und je nach Jahreszeit hilfreich oder weniger hilfreich ist. Schweres Essen ist mehr Arbeit für unseren Verdauungsapparat und die Verdauung kann dem Körper bis zu 30% Energie abverlangen, also eine ganze Menge. Im Frühling können wir hier einen Wechsel einläuten, hin zu etwas leichterer, frischer Kost, voller wertvoller Nährstoffe. Meistens signalisiert uns der Körper ganz von selbst, was er braucht und wir bekommen automatisch Lust auf Lebensmittel die uns gut tun. Ein kleiner Hinweis hierzu: Wenn wir von Schwere sprechen, meinen wir nicht unser Gewicht. Gewicht ist eine persönliche Sache, die niemand beurteilen sollte, nicht an sich selbst und schon gar nicht an anderen.  

Detox-Smoothie* mit Sellerie, Apfel und Ananas

Zutaten für 1 Portion:

50 g Staudensellerie (am besten mit Grün)
100 g süßer Apfel
120 g frische Ananas
4 Stängel Minze
1 TL Honig (oder Agavendicksaft), 80 ml Wasser

Zubereitung:

Gemüse und Apfel putzen. Ananas schälen. Alles in grobe Stücke schneiden. Minzeblätter abzupfen. Alles im Mixer mit Honig und Wasser auf mittlerer Stufe zunächst anpürieren, auf höchster Stufe etwa 30 Sekunden fein pürieren.

So tut er gut:

Jede Zutat ist ein Blutdruck-Profi! Während Sellerie, Apfel und Honig mit viel Kalium entwässern und helfen, den Blutdruck zu senken, entlastet das Bromelain in der Ananas die Bauchspeicheldrüse, behebt Darmstörungen und reguliert den Fettstoffwechsel.

Extra-Tipp: Der ideale Drink für alle, die salzreich essen und die Nieren nicht mit ausreichend Flüssigkeit versorgen – Umstände, die neben Stress zu Bluthochdruck führen.

3. Die Hatha Yoga Pradipika, eine der großen Schriften des Yoga, beschreibt sehr genau wie wir als Yogaübende unseren Körper mit Kriya, Atemübungen und Asana (schau dir unseren Beitrag über den Sonnengruß an) rein halten können. Auch hier wird die Ernährung explizit genannt. Und auch wenn wir uns die Niyamas (LINK NIYAMAS) aus Patanjalis Yoga Sutra anschauen ist Shauca ein Konzept im Umgang mit uns selbst, wir wollen den Körper innerlich und äußerlich „sauber“ halten. Das schließt auch mit ein was wir uns mental “ernähren” und natürlich auch wie wir mit uns selbst umgehen. Alles was wir zu uns nehmen, hat Einfluss auf uns. Eine Meditation mit Hilfe des Mantras Lass Los (einatmend sagst du dir im Geiste “lass” und ausatmend “los”) oder positive Affirmationen können hier überaus hilfreich sein. Auch auf unsere Gedanken können wir achten, wenn wir ständig negative Gedanken haben, vergiftet uns das langsam von innen. Patanjali sagt dazu wir sollen positive Gedanken kultivieren – und das geht zum Beispiel durch Dankbarkeit. Schreib dir jeden Tag 3 Dinge auf, für die du dankbar bist und schau über einen längeren Zeitraum was passiert.

Kriyas

Hier nun eine Übersicht zu den Kriyas, die es lohnt mal auszuprobieren:

Nasenspülung mit Nasendusche oder Neti Pot: Vor allem für die Pollen Geplagten lohnt sich das regelmäßige Säubern der Nase. Aber auch bei einer Erkältung kann diese Kriya hilfreich und wohltuend sein.

Uddiyana Bandha Kriya & Agni Sara: Diese Übungen kurbeln unser Verdauungsfeuer Agni an und unterstützen somit den Verdauungsprozess. Auch deine Verbindung zu deinem Bauch und deiner Körpermitte kann sich durch die Praxis verbessern. Diese Übungen macht man am besten morgens auf nüchternen Magen. Und so übst du Uddiyana Bandha Kriya:

  • Komm in einen mehr als hüftbreiten Stand und beug die Knie an (falls du eine enge Hose trägst, lass den Bauch erstmal frei)
  • Stütze die Hände auf die Oberschenkel
  • Atme alle Luft kraftvoll über den Mund aus und beug dich dabei nach vorn und unten
  • Halte den Atem an, richte den Oberkörper auf, streck die Arme
  • Zieh den Bauch stark nach innen und oben, um eine Art Vakuum zu erzeugen (es ist normal das bis in die Kehle nach oben spüren zu können)
  • Halte so lange bis der Reflex zum einatmen kommt, dann streck die Beine, richte dich zuerst komplett auf und atme dann langsam ein wenn du stehst
  • Wiederhole 2 weitere Runden

Für Agni Sara wiederholst du die ersten 5 Schritte und lässt anstatt zu halten den Bauch immer wieder los, vielleicht erst 5 mal und mit der Zeit 10 mal usw. Zieh den Bauch wieder nach innen und oben und komm wie in Uddiyana Bandha wieder zum einatmen im stehen. Wiederhole 2 weitere Runden.

Ärgere dich nicht wenn es am Anfang noch nicht so gut klappt, es braucht ein bisschen Übung, vor allem das Bauch loslassen.

Gegenanzeichen: Akute Entzündungen, Verletzungen im Bauchraum, Reizdarm, Geschwüre, Menstruation, Schwangerschaft

Kapalabhati: Eine Atemübung die durch verstärktes Ausatmen die Nase und die Lungen reinigen kann, unsere Körpermitte anregt, das Zwerchfell und die Atemhilfsmuskulatur stärken und den Geist klären kann. Kapalabhati kannst du morgens üben oder immer wenn du dich müde oder abgeschlagen fühlst, jedoch nicht direkt nach dem Essen. Und so übst du Kapalabhati: 

  • Komm in einen aufrechten Sitz
  • Leg eine oder beide Hände auf deinen Bauch
  • Nimm ein paar ganz ruhige, gleichmäßige Atemzüge durch die Nase ein und aus
  • Atme bequem ein und beginne die Luft kraftvoll durch die Nase „auszuschnauben“, die Einatmung bleibt passiv, der Bauch schnellt vor und zurück, atme in deinem Tempo in dem du die Kontrolle über den Bauch hast. Am Anfang lieber langsamer und mit der Zeit schneller.
  • Am Ende atmest du vollständig aus und tief ein und halte kurz den Atem an. Optional: Setze Mula Bandha (Beckenboden leicht nach innen und oben ziehen) und dann Jalandhara Bandha (Kinn zum Brustbein nehmen)
  • Wenn der Reflex zum Ausatmen kommt, Kinn nach oben und Beckenboden loslassen und ausatmen oder ohne Bandhas einfach ausatmen.
  • Wiederhole 2 weitere Runden. 1 Runde kann zu Beginn 10 – 30 Stöße lang sein und mit etwas Übung kannst du dich hocharbeiten.

Sobald du ein gutes „Bauchgefühl“ hast, lässt du die Hände einfach nur auf den Oberschenkeln ruhen

Gegenanzeichen: Hoher Blutdruck, akute Entzündungen/Verletzungen im Bauchraum, Lungenerkrankungen, Schwangerschaft, Menstruation

Der Frühling bringt neue Energie mit sich und diese Aktivierung können wir uns zu nutze machen für eine innere und äußere Bestandsaufnahme. Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Wenn wir uns im Aussen von Dingen lösen, verschafft uns das auch mehr Klarheit im Inneren. 

In diesem Sinne wünschen wir euch Happy Spring Cleaning.

*Quelle: https://www.mylife.de/gesunde-ernaehrung/entschlackungskur/detox-smoothies/
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Selbstliebe

Der Valentinstag steht vor der Tür – ein Tag an dem wir die Liebe zelebrieren. Aber bitte nur die Liebe zu jemand anderem und am besten dadurch, dass wir dieser Person etwas schönes kaufen und sie beschenken. Wirklich?

Aber was ist, wenn ich keine Person in meinem Leben habe, mit der ich in romantischer Liebe verbunden bin? Viele Singles fühlen sich vor allem in dieser Zeit immer wieder daran zurück erinnert, dass sie vermeintlich niemanden haben und fühlen sich deswegen oft schlecht. Auch wenn wir die Idee des Valentinstags nicht wirklich toll finden, da er eigentlich nur dazu geschaffen wurde um mal wieder unseren Konsum und Kaufwahn anzukurbeln, kann er doch auch als ein Tag der Liebe ganz ohne Partner:in zelebriert werden.

Wie gehts du mit dir um?

Wann hast du dir selbst etwas Gutes getan, mal ganz ab davon, dass du dir endlich den neuen Pulli gegönnt hast, den du schon so lange wolltest? Wann hast du das letzte Mal nur etwas für dich getan, um dich selbst zu belohnen, dafür dass du nach nun fast 2 Jahren Pandemie jeden Tag aufstehst und dein Bestes tust. Tag ein, Tag aus, egal ob du müde, traurig oder einfach nur ausgelaugt bist.

Liebe fängt immer bei uns selbst an. Und ja es mag inzwischen wie eine flache sich immer wiederholende Plattitüde klingen, aber: wer sich selbst nicht liebt, der wird es auch schwer haben jemanden anderes zu lieben. 

Ein paar Selbstliebe Tipps

Folgende Beobachtungen und Handlungen kannst du vornehmen, um den Umgang mit dir selbst in eine liebevollere Richtung zu drehen:

  1. Wie oft redest du dir selbst ein, dass du blöd bist, wenn du z.B. eine Tasse Kaffee umgeschmissen hast und dieser jetzt über den ganzen Tisch läuft? Shit happens, aber dich selbst dafür niederzumachen, auch nur mit diesem einen kleinen „man bin ich blöd“ ist einfach nicht hilfreich. Negative Selbstansprache vergiftet uns von innen. Ein umgeschütteter Kaffee ist kein Weltuntergang. Oder ganz anders betrachtet, wollte der Kaffee vielleicht auch einfach nur deine Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt zurückbringen, weil du in Gedanken schon wieder irgendwo in der Zukunft warst. Jedes Mal wenn dir negative Selbstansprache auffällt, versuche sie umzukehren. Sag dir stattdessen was Nettes.
  2. Würdest du so wie du mit dir selbst sprichst mit einem Freund oder einer Freundin sprechen? Garantiert nicht, denn sonst wärst du sie bald los. Es gibt keinen Grund dich selbst so stark zu kritisieren, wenn du die Perspektive einnimmst, dass du immer dein Bestes tust. Das Beste ist kein Fixpunkt, sondern von Tag zu Tag unterschiedlich und immer angepasst an deine Energie. Du musst nicht perfekt sein. Perfektion ist für Maschinen und wenn wir mal ehrlich sind auch einfach das Langweiligste der Welt. Werde dir selbst so ein guter Freund, wie du es für andere bist. 
  3. Erlaubst du dir Pausen zu machen? Wie oft fühlen wir uns schlecht, wenn wir auf der Couch sitzen obwohl sich die Wäscheberge türmen? Pausen sind wichtig und die Wäsche läuft nicht davon, ganz im Gegenteil – sie liegt ganz sicher auch morgen noch da. Relax, dein Selbstwert bemisst sich nicht an deiner Geschäftigkeit – auch wenn uns die Gesellschaft das glauben machen will. Und höchstwahrscheinlich hast du dir ohnehin schon viel zu viel aufgeladen.
  4. Apropos zu viel aufgeladen: Wie voll stopfst du dir deinen Tag in der Regel so? Machst du deinen Selbstwert davon abhängig wieviel du gewuppt kriegst? Sagst du zu allem Ja, auch wenn du eigentlich weder Zeit noch Lust dazu hast? Übe Nein zu sagen. Jedes mal wenn du dir so etwas auflädst, um jemand anderem einen Gefallen zu tun, tust du dir selbst keinen Gefallen. Setze Grenzen, das heisst nicht, dass du egozentrisch werden und alles ablehnen sollst, aber mach dir bewusst worüber du die Entscheidungsgewalt hast und achte auf deinen Energiehaushalt.
  5. Erlaube dir Fehler zu machen. Wie gesagt, du bist ein Mensch und keine perfekte Maschine und das ist auch gut so. Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen und sie können in der Regel immer ausgebessert werden. 
  6. Gönn dir etwas Schönes – auch wenn es nur die Lieblingspizza ist, nach einem anstrengenden Tag. Kauf dir selbst Blumen und deine Lieblingsschokolade.
  7. Umarme dich selbst. Das hilft dein Nervensystem zu beruhigen. Ein paar Minuten in der Kindshaltung, im Happy Baby oder auf dem Rücken mit angezogenen Knien können uns das Gefühl eines geschützt und getragen Seins geben.
  8. Wenn du dich gestresst fühlst und einen Moment für dich hast, achte auf deine Atmung. Nimm wahr, wie sie ein und ausströmt und mach dir bewusst dass du dich immer auf deine Atmung verlassen kannst. Vertiefe sie Stück für Stück. Vielleicht versuchst du es mal mit dem Brahmari Pranayama. Du atmest über die Nase ein und atmest summend wie eine Biene aus. Wenn du magst, kannst du dir dabei noch die Ohren zu halten, so dass dein ganzer Kopf vom vibrierenden Summen erfüllt wird. Summen und singen erzeugen wohltuende Vibrationen im Körper und stimulieren den Vagus Nerv, der für die Entspannung zuständig ist, der Herzschlag darf sich etwas verlangsamen und dem Körper so das Signal geben, das alles in Ordnung ist. 
  9. Versuche das kultivieren von positiven Gedanken über dich selbst mit Meditation. Vielleicht versuchst du es mal mit der Metta Meditation, die die liebevolle Güte stärkt oder wenn du lieber eine geführte Meditation machen möchtest, versuche es doch mal mit der Soothing Healing Love oder Deep Healing Meditation von Davidji auf Insight Timer. Beide Meditationen sind wissenschaftlich untersucht worden. Wir haben sie auch selbst ausprobiert und können ihre positive Wirkung bestätigen Auch wenn diese Meditationen in englischer Sprache sind, lass dich davon nicht abschrecken, “Meditationssprache” ist sehr einfach und gut verständlich. Davidji hat eine sehr angenehme Stimme, die einen sofort entspannt. Die App fürs Smartphone ist kostenlos oder für mehr Optionen mit Abo nutzbar.

Patanjali und Selbstliebe

Patanjalis Yoga Sutra sagt:

Wer sich auf Mitgefühl ausrichtet, erlangt große Stärke. Er meint damit eigentlich den Umgang mit anderen Lebewesen, jedoch kannst du das auch gut auf dich selbst anwenden. Wenn du mitfühlend mit dir selbst umgehst, stärkt das dein Selbstbewusstsein und dein Selbstwertgefühl, du machst dich von deiner eigenen Leistung unabhängig. Und das ist quasi eine absolute Superpower.

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Yamas & Niyamas

Yoga – sehr viel mehr als Asana

Wenn wir mit Yoga beginnen, beschäftigen wir uns meistens zunächst einmal mit unserem Körper.  Wir versuchen unseren Körper in verschiedene Haltungen zu bringen und dies wenn es gut läuft noch mit unserem Atem zu verbinden. 

Yoga ist jedoch viel mehr als das. Yoga ist ein sehr umfassendes philosophisches System aus Indien, das nicht nur körperliche Übungen beinhaltet, sondern eine ganze Reihe an Praktiken, die uns zur Einheit mit allem was ist führen können. 

Das wohl bekannteste schriftliche Werk ist das Yoga Sutra des Patanjali. Es beschreibt den achtgliedrigen Weg des Raja Yoga, das uns zur Erleuchtung führen kann. Und selbst wenn wir es in diesem Leben nicht bis zur Erleuchtung schaffen sollten, so beschreibt es doch einen Weg, um ein gutes und aufrichtiges Leben zu führen, dass uns von Leid befreien kann.

Asanas, die körperlichen Übungen, sind die dritte Stufe dieses Weges. 

Heute wollen wir uns die zwei Stufen vor Asana anschauen.

Stufe 1 – Yama

Yama sind die Regeln im Umgang mit der Umwelt/dem Umfeld. Ohne Yamas ist ein Zusammenleben nicht möglich.

  1. Ahimsa – Nicht verletzen/Gewaltlosigkeit: Ahimsa ist ein Grundpfeiler des Yoga. Ohne Ahimsa kommen wir defintiv nicht weiter auf dem Weg. Gewaltlosigkeit in Gedanken, Worten und Taten macht uns zu liebevolleren Menschen und sorgt dafür, dass wir kein Karma anhäufen, dass uns wie ein Boomerang verfolgt. Es ist keine einfache Praxis Ahimsa in unserem Leben zu kultivieren, denn die Welt in der wir Leben ist so komplex, dass wir gar nicht in Gänze nachvollziehen können, inwieweit unsere Handlungen verletzend sein können. Wir brauchen hier also unseren gesunden Menschenverstand. So wie wir es als Menschen schon im- mer getan haben, nämlich uns die Erde auf der wir leben zum Untertan zu machen, ist aber gewiss kein Ausdruck von Ahimsa. Würden alle Menschen sich in Ahimsa üben, so kannst du dir vorstellen, wäre das Leben auf Erden schon ziemlich nahe am Paradies.
  2. Satya – Aufrichtigkeit/Wahrhaftigkeit: Sich selbst und anderen gegenüber ehrlich sein, nicht lügen, echt sein. Satya und Ahimsa können sich hier gegenüberstehen – wenn Ehrlichkeit potentiell Schmerz verursachen kann, ist Vorsicht geboten. 
  3. Asteya – Nicht Stehlen: Nicht stehlen im wörtlichen Sinne, aber auch nicht haben wollen was andere haben, nicht missgünstig sein. Letztlich kommen wir ohnehin ohne Besitz zur Welt und verlassen sie genauso wieder. Und wer immer das Gefühl hat zu wenig zu haben, wird niemals Ruhe im Geist finden können.
  4. Brahmacharya – Leben im Bewusstsein des Brahma (das Absolute, die Quelle): Wörtlich übersetzt heisst Brahmacharya „der Weg zu Brahma“. Brahma ist „größer als das Größte“, also die Absolute Wirklichkeit oder Gott oder Purusa. Oft wird es auch als keine Maßlosigkeit oder Zügelung übersetzt dh. Raga (Haben Wollen) muss im Zaum gehalten werden. Die häufigste Auslegung von Brahmacharya ist oder war die sexuelle Enthaltsamkeit. Die sexuelle Energie ist sehr mächtig und gehört zu unseren Ur-Trieben. Ein achtloser Umgang mit ihr bringt Menschen dazu Straftaten zu begehen. Und da landen wir ganz schnell wieder bei Ahimsa. Gewaltlosigkeit steht über allem. Ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Sexualität gehört also auch dazu gewaltloser zu leben.
  5. Aparigraha – Nicht greifen: Grah bedeutet greifen. Greifen und nicht loslassen bedeutet Raffen. Es begegnet uns hier also das nicht festhalten, loslassen oder auch Vairagya. Weitere Übersetzungen sind nicht horten und nicht anhaften. Alles meint das gleiche, wer krampfhaft festhält, hat etwas zu verlieren und etwas zu verlieren, ist mit Schmerz verbunden. 

Die Yamas haben universelle Gültigkeit und sind unabhängig von Ort, Zeit, Status etc.

Stufe 2 – Niyama

Niyama sind die Regeln im Umgang mit uns selbst. „Ohne Niyamas hält man es schwerlich mit sich selbst aus.“ (Ralph Skuban)

  1. Sauca – Reinheit: Reinheit sollte auf allen Ebenen bestehen – im Außen wie im Innern. Also reinigen wir unseren Körper nicht nur von außen mit Wasser und Seife, sondern auch von Innen mit Hilfe unserer Ernährung und verschiedenen Reinigungspraktiken den sogenannten Kriyas. Auch Asana und Pranayama kann man zu den inneren Reinigungstechniken zählen. Asana hält unseren Körper beweglich und stark, Twists sind beispielsweise Haltungen mit Detox Wirkung und alle Atemtechniken reinigen die feinstofflichen Energiekanäle (Nadis) damit Prana (Lebensenergie) frei fließen kann. Auch die geistige Nahrung dürfen wir nicht vergessen. Reizüberflutung führt zu innerer Unruhe.
  2. Santosha – Zufriedenheit: Santosha ist eng verknüpft mit Aparigraha. Das nicht horten und ständig mehr wollen, ist etwas was in unserer konsum gesteuerten Welt schwer fällt. „Zufriedenheit ist der Ruhezustand zwischen zwei Wünschen“ – eigentlich kennen wir diesen Zustand schon sehr gut.
  3. Tapas – Disziplin: Reinigende und stärkende Übungen der konkreten Übungspraxis. Hier ergibt sich ganz logisch eine Verbindung mit Sauca (Reinheit). Innere Widerstände zu überwinden ist nicht einfach und bedarf einiger Anstrengung. Um die Praxis immer wieder aufzunehmen, das Unbequeme das mit ihr einhergeht zu tolerieren, auf das was ihr hinderlich ist zu verzichten, bedarf es Tapas.
  4. Svadhyaya – Selbststudium: Streng ausgelegt ist Svadhyaya das philosophische Fundament der Praxis durch das studieren der Schriften und sozusagen heilsame Nahrung für den Geist. Die Schriften bieten Antworten und Inspiration. Sie richten den Geist auf die innere Arbeit aus. Svadhyaya ermöglicht es uns selbst kennenzulernen und ebnet so den Weg fürs Loslassen.
  5. Ishvarah Pranidhana – Hingabe: Ein wahrer Shortcut zur Erleuchtung kann die Hingabe sein. Beispiele hierfür sind das Rezitieren von Mantra, achtsame Rituale oder auch Karma Yoga, das konkrete, selbstlose Handeln zum Wohle anderer. Hingabe ist ein Ausdruck des Vertrauens und der bedingungslosen Liebe. Hingabe kann uns ein Gefühl von innerem Reichtum und Glückseligkeit bescheren und unsere Ego-Identität löst sich damit Stück für Stück auf.

Wenn wir uns in den Yamas und Niyamas üben, werden wir ganz unweigerlich ein befreiteres und einfacheres Leben führen. Wir lassen weg, was es nicht braucht, was uns schwer macht und was den Umgang mit anderen schwer macht. 

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Was ist Karma?

Wenn wir von Karma sprechen, müssen wir zunächst einmal anerkennen, dass es Reinkarnation (Wiedergeburt) gibt. 

Krishna sagt in der Bhagavad Gita, dass jedes Wesen mit einem Körper Kindheit, Jugend und Alter durchlebt und nach dem körperlichen Tod, wenn es Zeit ist auch wieder einen neuen Körper annimmt. Er sagt dies mit absoluter Selbstverständlichkeit und betont, dass kein intelligenter Mensch das bezweifelt.

Aber was genau ist nun Karma? 

Karma kommt von der Wurzel kr und bedeutet handeln. Es ist das universelle Gesetz von Ursache und Wirkung. Wenn du z.B. einen Gegenstand in die Luft wirfst, muss er auch wieder runterfallen.

Jede Handlung hat somit eine Folge, manchmal früher oder erst später. Man kann sich Karma auch wie einen Samen den man sät vorstellen, früher oder später wird er Früchte tragen. Alles was in vorangegangen Leben gefühlt, gedacht, getan oder erfahren wurde, ist in unserem individuellen Geist gespeichert. Das nennt man dann Karmasya – das Karmagefäß. Dieses Karmagefäß nehmen wir wie einen Rucksack immer mit, auch von Leben zu Leben.

Karma ist also unausweichlich, was wir in der Vergangenheit gesät haben, werden wir irgendwann ernten müssen. Wir befinden uns also in einem ständigen Kreislauf von Geburt und Tod. Dieser Kreislauf wird Samsara genannt.

Man unterscheidet zwischen 3 Arten von Karma:

1. Prarabda Karma: Die gesäten Samen kommen in diesem Leben zur Reife. 

2. Sanchitta Karma: Die Samen kommen in einem künftigen Leben zur Reife. 

3. Agami Karma: Jetzt gesäte Samen, die in der Zukunft zur Reife gelangen.

Karma soll eingerichtet worden sein, um uns dazu zu bewegen aus unserem Handeln zu lernen. Das bedeutet auch, dass wir unseres eigenen Glückes Schmied sind. Auf einer einfachen, relativ unmittelbaren Ebene ist das Konzept des Karmas nachvollziehbar – wir ernten was wir säen. 

Aber Karma ist noch so viel mehr. Was wir an Karma in einem vorherigen Leben angesammelt haben, wird uns in diesem Leben beschäftigen. Was wir aktuell tun, wird uns in einem zukünftigen Leben beschäftigen. Erst wenn wir uns von allen Anhaftungen befreit haben, können wir das Karmagefäß entleeren ohne weiteren Inhalt durch unsere Handlungen hineinzugeben. 

Das klingt zunächst mal abschreckend und aussichtslos, denn keiner von uns weiß wie viele Leben wir schon durchlaufen haben und wieviel in diesem Gefäß eigentlich drin ist. Vielleicht bezweifeln wir auch, dass es Wiedergeburt überhaupt gibt. 

Das macht jedoch alles gar nichts, wenn wir Karma aus einer etwas einfacheren Sichtweise betrachten:

Was alle Lebewesen gemeinsam haben, ist der Wunsch glücklich und frei zu sein – auch wenn das für jedes Wesen vielleicht etwas anderes bedeutet. Wenn wir unser Leben danach ausrichten, diesen Wunsch zu erfüllen, kommen wir gar nicht drum herum unsere Gedanken, Worte und Taten auf den Prüfstand zu stellen und das hinter uns zu lassen, was uns schwer macht. Wenn wir diesen Weg einschlagen, werden Stück für Stück zu guten Menschen. Das ist es was wir in unserem Kern schon immer sind – in bedingungsloser Liebe verbunden mit allem was ist.

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Metta Meditation

Jeder kennt’s, jeder hat sie – die negativen Gedanken und Gefühle. Manchmal kommen diese Gedanken und Gefühle aus unserem Inneren, wie z.B. mangelnder Selbstwert, das Gefühl nicht genug zu sein usw. Auch die Interaktion mit anderen Menschen kann der Auslöser dieser Gedanken sein, vor allem wenn wir uns nicht gesehen oder verstanden fühlen. Meditation kann eine wunderbare Antwort auf die Frage “wie komme ich da wieder raus?” sein. In unserem Online Meditationskurs mit Audiodateien wirst du über 8 Wochen hinweg angeleitet und lernst deine eigene Meditationspraxis. Falls du das Meditieren nur einmal ausprobieren willst, findest du hier eine kleine Anleitung für die buddhistische Metta Meditation.

Metta bedeutet liebevolle Güte, das yogische Äquivalent dazu ist Maitri. In der Metta Meditation kultivierst du positive, liebevolle Gedanken gegenüber dir selbst und anderen. Wir überschreiben sozusagen unsere negativen Gedanken mit positiven und trainieren so unsere Fähigkeit mitfühlend und gütig zu sein – uns uns anderen gegenüber. Somit ist die Metta Meditation, wird sie regelmäßig praktiziert, ein echter Allrounder!

Lese dir unten die Anleitung durch oder starte die Audiodatei und schließe deine Augen:

Metta Meditation

Hier eine kleine Anleitung:

  1. Finde einen aufrechten, bequemen Sitz
  2. Schließe deine Augen und beobachte für den Anfang einfach nur deine natürliche Ein- & Ausatmung
  3. Beginne mit dir selbst, in dem du dir dein eigenes Bild vor dein inneres Auge holst und wiederhole folgende Sätze im Geiste ein paar Mal: 

Möge es mir gut gehen.
Möge ich glücklich sein.
Möge ich frei sein von Leid.

  1. Finde eine Person die dir nahesteht und für die du nur das Beste willst und wiederhole die gleichen Sätze mit “Du”
  2. Finde eine neutrale Person, eine Person zu der du keine besondere Beziehung hast und wiederhole diese Sätze.
  3. Finde eine Person mit der du ein schwieriges Verhältnis hast und wiederhole deine Sätze für diese Person.
  4. Dann beginne den Personenkreis langsam zu erweitern, von deiner Straße, zu deinem Stadtteil, zur ganzen Stadt, Land, usw. und inkludiere alle Lebewesen in deine positiven Wünsche.

Wir können nicht beeinflussen, wie andere mit uns umgehen, aber wir können sehr wohl beeinflussen wie wir darauf reagieren. Liebevolle Güte kann ganz schnell die Spannung aus einer verfahrenen Situation heraus nehmen, allerdings müssen wir das zunächst mal üben.

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Ansteckende Dankbarkeit

Hab ich gut lachen?
Puuh, schwere Frage. Eigentlich nein! Wie alle habe ich keine Ahnung wohin wir uns bewegen. Wie sich was entwickelt. Wo steht das Studio in ein paar Monaten? Wo stehen wir privat in ein paar Monaten? Kind Nummer drei wird bald da sein. Die Freude auf den Zwerg ist natürlich riesig, das i-Tüpfelchen unserer Familie, aber die Sorge ob trotz Krise alles für uns passt ist da. Und das wird sicherlich auch noch eine Weile bleiben.
Warum dann dieses Lachbild?
Ein Lachbild, weil es trotz allem Negativem auch viel Positives gibt. Sehr viel sogar! Das ich die Solidarität unter uns allen super finde, habe ich inzwischen schon oft genug betont.
Ich habe das Gefühl ziemlich entspannt zu sein. Entspannt trotz Sorge. Das geht! Nein, das ist keine Resignation. Ich meine tatsächlich entspannt. “Go with the Flow” ist mehr denn je die Devise, die mich jeden Morgen aufs neue Aufstehen lässt, positiv in den Tag schauen lässt und die Laune oben hält.
Sorgen und Nöte können Hindernisse sein und lahm legen. Je nach Einstellung und Gefühl, können sie aber auch antreiben, kreativ machen und Chancen aufdecken, über die wir sonst blind hinweg gestolpert wären.
Ich bin unglaublich dankbar darüber, dass ich so denken kann. So denken darf! Denn das ist, wie jeder von uns sicherlich schon mitbekommen hat, nicht alltäglich. Wenn es dir genauso geht, dann nimm dir bitte Zeit um dich und diese wunderbare Eigenschaft zumindest für einen Moment zu schätzen. Und dann, trag diese Wertschätzung dir selbst gegenüber nach aussen und stecke damit andere an. Positive Gefühle und eine bejahende Einstellung können ernstgemeint nämlich auch hochansteckend sein. Ausnahmsweise ein Virus, der nichts lahm legt, sondern ein Lachen auf unser Gesicht zaubert.

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Perfektion vs. Ehrlichkeit

#fuermehrrealitaetaufinstagram
Diesen Hashtag kennt ihr, oder?
Ich würde mal sagen #fuermehrrealitaetimleben
Auf die Frage wie es dir geht, antwortest du mit „super“ – die Wahrheit lautet „bescheiden“.
Die fühlst dich unwohl, bist mit dir und deiner Situation unzufrieden, nach Außen gibst du die Grinsekatze. Dein Geldbeutel ist gerade eher spärlich gefüllt, im Restaurant bestellst du den teuersten Wein. Du postest tiefgründige Statements, hast aber eigentlich keinen Bezug zu Philosophie oder der Frage nach dem Sinn des Lebens. Du propagierst den Umweltschutz aber das 2 stündige Konzert in Berlin ist halt schon toll…

Jeder von uns kennt das doch! Und jeder kann sich in diese Aufzählung einreihen!
Ich finde das völlig ok, denn niemand ist perfekt. Wir lernen doch alle. Wir lernen konsequent zu sein, wir verinnerlichen einen Weg bis es irgendwann keine Alternative mehr gibt weil wir angekommen sind. Aber das dauert! Und das ist gut so. Warum meinen wir manchmal etwas vorgeben zu müssen? Können wir es uns nicht eingestehen auf dem Weg zu sein bzw. im Lernprozess zu sein – und das mittendrin? Sei ehrlich zu dir! Freu dich auf deinen Weg, über einen Schritt vor und zwei zurück. Und freu dich auf diese vielen anderen Themen und Menschen, die du dort triffst. Alle sind auf dem gleichen Weg. Und weißt du was das Ziel des Weges ist? Es ist die glückliche Gelassenheit! Und der Start des Weges? Die Perfektion von der wir uns immer weiter wegbewegen dürfen! Schön, oder?

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Be here now!

“Wie gehts?” – “Wie läufts”?

Hört ihr das gerade auch viel öfter als früher? Die Situation lässt diese Fragen natürlich viel häufiger zu, denn das Leben dreht sich gerade so schnell wie nie zuvor. Was heut ist, ist morgen vielleicht schon nicht mehr. Jeden Tag eine neue Situation, der wir uns anpassen müssen. Ist die Krise überstanden, dürfen wir uns zurecht “Weltmeister der Adaption” nennen. Mache von uns tragen diesen Titel inzwischen gerne und freuen sich über ihre neu erlangte Fähigkeit sich einlassen zu können, sich anpassen zu können und das ohne sich selbst dabei untreu zu werden. Es geht ja schließlich nicht darum sich zu verbiegen! 

Andere tragen ihn eher gezwungenermaßen. Über ihren Köpfen schweben große Fragezeichen und Ausrufezeichen. Die Angst hinter dem Ungewissen einfach zu groß ist. Woher resultiert diese Angst? Wurde eine Pandemie schon mal am eigenen Leibe durchlebt? Wurden die Folgen schon mal durchlebt (noch sind wir mittendrin und kennen die Auswirkungen in Gänze noch nicht)? Wenn ja, wäre die Angst, die hemmt und vielleicht verzweifeln lässt durchaus verständlich. Das Gute daran: diese Erfahrung liegt in der Vergangenheit. Sie WAR. Sie IST nicht! Denn wir leben JETZT. Setzen wir uns mit der Gegenwart auseinander, können Befürchtungen, die aus Erfahrungen resultieren, bei Seite geschoben werden. Das Sorgenpaket auf unseren Schultern wird kleiner. Die Zukunft, das große Fragezeichen, ist eine Fiktion, die wir uns aufgrund unserer Prägung und Erfahrung selbst gestalten. Sie ist für uns eine Vorstellung in unseren Köpfen. Jeder hat seine eigene Idee davon. Manche Ideen werden sich bewahrheiten, manche liegen komplett daneben. Wir wissen es einfach nicht wie sich die Dinge entwicklen werden. Warum also sollten wir uns in Angst versetzen lassen?

Atha yoga anushasanam (Yoga Sutra I.1) – Be here now!

Wir wünschen euch viel Gelassenheit und einen Kalender, der euch immer nur den heutigen Tag anzeigt. Genießt ihn!