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Achtsamer Handy Konsum

Im Schnitt nutzen wir unser Handy 4-5 Stunden am Tag. Unser Handy ist dabei Büro, Supermarkt, Assistenz und Kaffeetreff-Ersatz in einem. Vor allem aber ist es ein Zeitfresser und eine Flucht aus dem Alltag.

Den Großteil der 4-stündigen Nutzung verbringen wir in den sozialen Medien. Planloser Voyorismus, Langeweile und Gewohnheit ist dabei unser Motor. Instagram ist dabei ganz vorne dabei. Hast du dein Handy aus beruflichen oder organisatorischen Gründen in der Hand, ist der Klick ins soziale Netz nicht mehr weit.

Soziale Medien hatten ursprünglich die Idee uns mit Freunden zu vernetzen und Distanzezu überwinden. Inzwischen liegt der überwiegende Teil der Nutzung im gewerblichen und selbstdarstellenden Bereich. Die Distanz wird dadurch nicht überwunden sondern größer – vor allem die Distanz zu uns selbst.

Zweifel, Ängste, Vergleiche können das Resultat sein.

Ergebnisse, die aus einem unachtsamen Umgang mit den sozialen Netzen entstehen und zur Unzufriedenheit beitragen. Die wenigsten von uns ziehen daraus Konsequenzen sondern bleiben der Blase dennoch treu.

Was kannst du tun?

Sein achtsam und stelle dir folgende Fragen:

  • Wann nimmst du dein Handy in die Hand?
  • Nimmst du es aus Gewohnheit oder weil du es tatsächlich brauchst?
  • Was schaust du dir auf deinem Handy an?
  • Warum gehst du in soziale Netzwerke?
  • Was empfindest du nach der Nutzung sozialer Netzwerken?

Wenn du rückblickend das Gefühl hast, dass der Griff zum Handy umsonst war, viel Zeit beansprucht und vielleicht sogar negative Empfindungen hinterlässt, solltest du dein Verhalten überdenken!

Plane dir täglich 1-2 Slots ein, die du für eine begrenzte Dauer soziale Netzwerke nutzen möchtest. Wenn deine Hand ausserhalb dieser Zeitspanne zum Handy greift, spüre in dich hinein und hinterfrage ob das jetzt notwendig ist.

Lasse so aus deinem Autopiloten eine bewusste Handlung werden , die gesund ist und dir kein negatives Empfinden oder Stress hinterlässt. So kannst du den Konsum geniesen und ihn wieder für das nutzen für das er da ist!

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Achtsam Entscheidungen treffen

Emotionen beeinflussen uns extrem. Studien belegen, dass wir unter Ärger riskantere Entscheidungen treffen. Frage dich bei deiner nächsten Entscheidung, ob deine Emotion dich leitet oder ob die Entscheidung aus dir selbst kommt.

Der Sunk Cost Effect ist die Tendenz einer Handlungen zu folgen, weil wir bereits Zeit oder Geld dafür investiert haben. Ist dies der Fall, wird unsere Entscheidung beeinflusst und ist somit nicht frei.

Studien zeigen, dass der emotionale Höheunkt eines Erlebnisses oft über ein gesamtes Erlebnis entscheidet. Folge-Entscheidungen sind von dieser Verallgemeinerung betroffen. als Beispiel: Ärger mit dem Ferienhaus –> der Urlaub war nicht so schön!

Um frei in eine Entscheidungsfindung zu gehen, meditiere oder fokussiere dich. Sei achtsam, löse dich von Prägungen und achte nur auf dich! Thy way out, is in.

Beantworte dir diese Fragen bei deiner Entscheidungsfindung:

  • Was ist mein Ziel? Passt diese Entscheidung zu mir?
  • Brauche ich diese Sache wirklich bzw möchte ich diese Entscheidung wirklich treffen?
  • Verpasse ich etwas , wenn ich die Entscheidung nicht treffe?
  • Möchte ich mich wirklich entscheiden oder verlangt das jeamnd anderes von mir?
  • Welche Impulse und Gefühle habe ich beim Gedanken an die verschiedenen Optionen?

Der achtsame Entscheidungsfindungsprozess:

  • Stelle sicher, dass du dich wirklich entscheiden möchtest!
  • Lege alle Entscheidungshilfen auf den Tisch. Sei dabei kreativ , offen, frei. Alles darf dir dabei helfen.
  • Wäge ab. Frei von jeglichen Prägungen.
  • Enscheide. Sei mutig, folge deiner Intuition.

Gewinne durch Selbstvertrauen und Erfahrung. Eine Entscheidung darf rückblickend auch mal falsch getroffen werden. Frage immer erst dich, bevor du andere fragst. Die Bedenken der Anderen sollen nicht zu deinen Bedenken werden. Bleibe achtsame und frei.

Studien belegen, dass achtsame Menschen die ethisch wertvolleren Entscheidungen treffen, da das Bewusstsein für sich und andere größer ist.

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Achtsam gegen Stress

Körperliche Stressreaktionen sind sinnvoll. Sie sind Schutzreaktionen des Körpers, die uns auf den Kampf oder die Flucht vorbereiten. Der Körper fährt Funktionen, die wir im Kampf nicht brauchen, runter und andere hoch. Zu Zeiten des Säbelzahntigers war das überlebenswichtig!

Stress versetzt uns in einen Tunnelblick. Wir fokussieren uns auf den Stressfaktor und schalten alles andere aus. Ein Grund, warum wir oft keinen klaren Gedanken im Stress fassen können.

Haben wir zu oft Stress, ist es schädlich für uns. Der Körper gibt dir Zeichen wenn es zu viel wird. Höre auf diese Zeichen und spüre in dich rein.

Wenn dein Körper reagiert zB durch Herzklopfen, Enge im Brustraum etc nimm es wahr. Nimm das Gefühl dahinter wahr. Dein Gefühl möchte von dir gesehen werden. Erst dann wird die körperliche Reaktion dahinter gehen.

Stress kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden: Zu wenig Zeit, zu viel zu tun. Emotionaler Stress. Externe Themen, die wir zu sehr an uns ranlassen. Wie kannst du diesen Stress vermeiden?

  • Selbstmitgefühl: Habe Mitgefühl mit dir selbst. Behandle dich so wie du deine Liebsten behandelst.
  • Verlange nicht zu viel von dir. Weg mit dem Perfektionismus. Weg mit überzogenen Vorstellungen. Weg mit all den Rollen, denen du gerne gerecht werden möchtest. Es gibt nur eune Rolle: Deine!
  • Vergleiche dich nicht! Dich gibt es nur 1 Mal! Du bist einzigartig. Du bist perfekt – so wie du bist! Hör auf anderen nachzueifern. Vergleiche dich nicht! Schönheitswahn, Diäten, Perfektionismus machen dich nicht glücklich. Nur du allein kanst dich glücklich machen!
  • Wenn es besonders stressig ist, mache genau dann eine Pause! Pausen, Yoga, Meditation etc brauchst du am meisten wenn du überhaupt keine Zeit dafür hast!
  • „Warum mache ich das alles?“ Stelle dir immer wieder die Frage deiner Motivation. Deine Situation wurde in der Regel bewusst von dir gewählt.
  • Schaffe Distanz. Nicht alle Emotionalen Themen in deinem Umfeld sind deine Themen. Lasse nicht alles an dich ran! Denke dir eine Glasscheibe zwischen dir und dem Thema. Du siehst es aber es frisst dich nicht auf!
  • Mach etwas, das dich glücklich macht. Wann hast du zuletzt etwas getan das dich so richtig glücklich gemacht hat? Mindestens ein mal am Tag solltest du dir ein kleines Highlight gönnen. Wenn auch nur kurz.
  • Sein dankbar und reflektiere. Überlege dir jeden Abend wie der Tag war und für was du dankbar bist. Das verändert deinen Blickwinkel. Es sind oft die kleinen Dinge. Notiere sie! Du siehst deine Freunde nicht? Hey, sie sind trotzdem da. Ruf sie an! Deine Kinder nerven? Hey, sie sind gesund! Deine Wohnung ist ein Chaos? Hey, du hast ein Dach über dem Kopf. Letztlich ist es alles eine Frage des Blickwinkels.
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Achtsam gegen die Einsamkeit

Einsamkeit bedeutet nicht alleine sein! Einsamkeit ist subjektiv dh ein kognitives Gefühl. Ein gedachtes Gefühl, das in unserem Kopf entsteht. Es beschreibt die Diskrepanz zwischen der gewünschten und gefühlten Verbundenheit mit anderen.

Einsamkeit und Schmerz aktivieren in unserem Gehirn die selben Areale. Beides ist für uns soziale Wesen eine Schutzfunktion des Körpers: „Achtung, du begibst dich in Gefahr (wenn du alleine bist).“

Oft fühlen wir uns einsam obwohl wir eine liebende Familie und Freunde haben. Schau dir dein Gefühl genau an. Wie als wäre sie ein Gegenstand, den du betrachtest.

Wie sieht dabei dein innerer Dialog aus? Hast du keine Zeit für soziale Kontakte? Bist du oft mit Menschen zusammen, die dir nicht gut tun und du fühlst dich trotz ihrer Gesellschaft alleine? Willst du vielleicht einfach nicht mit dir alleine sein?

Was könntest du tun?

  1. Du brauchst positive Emotionen! Tu Gutes!
  2. Schreibe einen lieben Brief, verschicke ein Care Paket, ruf jemanden an
  3. Kümmere dich um andere
  4. Mache etwas gemeinsam mit einem Freund zB (online) kochen

Nur weil du deine Lieben im Lockdown gerade nicht sehen kannst, heißt das nicht das sie nicht da sind.

Mache dir klar: Einsamkeit tut weh aber einen großen Teil haben wir oft selbst in der Hand!

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Achtsam wütend sein

Wut ist wichtig. Sie zeigt, dass unsere Grenze überschritten und unser Bedürfniss nicht erfüllt wurde.

Du reagierst auf die immer gleichen Trigger? Nimm sie wahr und lerne deine Veraltensmuster kennen.

Wut ist sehr körpelich. Bewege dich und kümmere dich um dich selbst. Lass die Energie aus deinem Körper. Mach Sport, mache Yoga!

Wenn du richtig sauer bist. Unterbreche den Kontakt zur Wutquelle. Wut braucht Nahrung. Entziehe sie ihr.

Wut ist eine Sekundäremotion. Sie überlagert oft eine andere Primäremotion zB Angst oder Schuldgefühle. Spüre in deine Emotion um herauszufinden was der wahre Grund für deine Wut ist.