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Luisa Busato

Warum Instagram ein optimaler Manifestationslehrer ist

Hast du dir schon einmal bewusst gemacht, dass der Algorithmus von Instagram sich dem Gesetz der Anziehung bedient? Im Umkehrschluss: Wenn du manifestieren lernen möchtest, ist Instagram ein wunderbarer Lehrer – in doppelter Hinsicht.
Im Prinzip funktioniert das beliebte soziale Medium so, dass dich alle Themen finden, die du bewusst oder unbewusst suchst. Wem du folgst, wem du ein Herz da lässt, wessen Stories du regelmäßig schaust, all das ist Grundlage für die Themen, die dir zurück gespiegelt werden. Instagram wertet aus, was du konsumierst, und schlägt dir genau diese Inhalte und Personen sowie thematisch Weiterführendes vor. Was du nicht suchst, blendet es irgendwann aus. So simpel das auch klingen mag, so massiv beeinflussend ist dieser Mechanismus im Hinblick auf deine Lebensqualität. Warum?


Weil du wirst, was du denkst und was du fühlst. Mind over matter – and over feelings, too. Tagtäglich laufen in deinem Unterbewusstsein Programme ab, die so tief eingeprägt und selbstverständlich sind, dass du sie gar nicht bewusst wahrnimmst. Sie sind entscheidend dafür, wie wir über uns selbst denken, wie wir die Welt sehen, welche Energien wir konsumieren und welche Energien wir wiederum reproduzieren. Selten hat mich ein metaphysisches Prinzip so fasziniert, wie das Gesetz der Anziehung. Ihm unterliegt die universelle Macht schlechthin: die Kraft der Schöpfung.

Hier sind wir auch direkt bei einem guten Stichwort. Hast du dich schon mal gefragt, wie du in diese Welt gekommen bist? Also konkret nach dem großen Plan hinter dir? Quantenphysikalisch lässt sich erklären, dass du dich selbst manifestiert hast, denn das Universum arbeitet immer rückwärts. Wenn du hierzu eine ausführliche Erklärung wünschst, empfehle ich dir das Buch „Die Matrix der Wunscherfüllung“ von Michael Dooley. Dieses Rückwärtsprinzip führt zum absoluten Schlüssel einer erfolgreichen Manifestation: Sie muss so artikuliert sein, dass sie bereits geschehen ist, sprich, du siehst dich selbst in deiner konkreten Vision.

Und, wie fühlt sich diese an? Du glaubst dir selbst nicht, dass du in deiner Yacht übers Mittelmeer steuerst und George Clooney in den Armen liegst? Das wundert mich nicht, denn spür mal, was für ein Gefühl dabei aufploppt. Gefühle sind die Ergebnisse chemischer Reaktionen im Gehirn, die sich in Folge von gedachten Gedanken ergeben. Wie klingt hingegen: „Ich ziehe Liebe, Romantik und Fülle mit Anmut und Leichtigkeit in mein Leben.“ Yesss, da ist es, das große gute Gefühl, nach dem du gesucht hast. Und genau so machst du weiter. Täglich, oder am besten mehrmals am Tag. Bemerkt ja keiner, was du da treibst, während du bis über beide Wangen fett grinst.

Du siehst also, das Universum braucht dein Vertrauen. Dein Vertrauen in das Universum im Allgemeinen wie im Spezifischen, dass es dir genau das liefert, was du unter den großen Begriffen wie Liebe, Glück und Fülle verstehst. Beispielsweise wirst du, wenn du an Schulden denkst, keine Fülle im Gefühl kreieren. Du wirst auch nicht viel Liebe fühlen, wenn du eine unglückliche Paarbeziehung vor Augen hast. Du wirst bestimmt auch nicht rundum glücklich sein, wenn dein Job dich nur frustriert. Diese Situation klingt aussichtslos und nach Hamsterrad? Für dein Ego vielleicht. Deine Seele kennt den Plan und eine ganz einfache Strategie: die der Manifestation.

Wie auch immer deine aktuelle Lebenssituation im Außen aussieht, dein Innen gestaltest du komplett autark. Es kostet dich weder Kraft noch Geld, deine Gefühle zu verändern. Du kannst jetzt in diesem Moment entscheiden, wie du dich fühlen magst. Lass für den Augenblick mal ein gutes Gefühl durch dich strömen, in dem du an eine Person oder Situation denkst, die dich einfach nur glücklich macht oder gemacht hat. Sobald dieses Gefühl kommt, kommen auch gute Gedanken. An alle Zweifler: es geht rein quantenphysisch betrachtet gar nicht anders. Als ich mit Manifestieren begonnen habe, dachte ich für einen kurzen Moment: „Ok, es klingt logisch und absurd zugleich, aber ich habe ja nichts zu verlieren.“

Ich habe rein gar nichts verloren. Ich gewinne tagtäglich. Wunder geschehen, meine Träume erfüllen sich. Menschen treten (wieder) in mein Leben, die mich in dem beflügeln, was ich wirklich bin. Ich manifestiere täglich. Mehrmals. Morgens vor dem Spiegel, mit wohlduftendem Baby in der Trage, unter der Dusche, an der Kasse, beim Kinder zu Bett bringen usw. Ich bin süchtig nach dem permanent guten Gefühl. Schon allein deshalb lohnt sich dieses Ritual so sehr.

Um auf den zweiten Punkt zu kommen, warum Instagram (wohl bemerkt bewusst konsumiert!) beim
Manifestieren helfen kann: Wir können uns mit inspirierenden Menschen und Ideen rund um die Welt verbinden und austauschen und dank ihrem hohen Energielevel selbst immer höher schwingen.

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Dana Sertel

The Secrets we keep inside

YS 1.11 – Anubhūta visayāsampramosah smritih

Memory (Smrti) is the calling up or retaining of past experiences.  “It is our non-ability to let go of past things that causes memory”

Alles was wir erleben & tun hinterlässt eine Spur in uns. Das Gesetz von Ursache und Effekt trifft immer zu – ohne Ausnahme. Die Yogis nennen dieses Prinzip Karma. Die Spur oder Abdrücke werden Samskaras genannt, welche unser Leben ziemlich genau nachzeichnen. Einige davon werden größer und tiefer sein, andere kaum wahrnehmbar. Fragt man jemanden was die 3 wichtigsten Ereignisse seines Lebens bisher waren, nennt die Person höchstwahrscheinlich Daten an denen entweder jemand geboren wurde, gestorben ist oder eine andere tiefgreifende Veränderung eingetreten ist. 

Dass die Ereignisse unseres Lebens einen Abdruck hinterlassen ist uns nicht immer bewusst. Wir können hier unterscheiden zwischen bewussten und unbewussten Erinnerungen. Bewusste Erinnerungen sind solche, die wir gezielt abrufen können und auch wieder ablegen. Unbewusste Erinnerungen lassen sich nicht so einfach steuern. Oft glauben wir etwas sei vollkommen verschwunden, weil es nicht mehr jeden Tag in unseren Gedanken ist. Manche Ereignisse aber wurden zu unserem Schutz von unserem Bewusstsein nach unten geschoben. Zum Beispiel, weil wir in der Situation die Konzentration für etwas anderes benötigen oder wenn uns etwas schmerzhaftes widerfährt und wir dies in dem Moment noch nicht komplett begreifen können. Ein Ereignis, welches uns dann später verfolgt und einschränkt in irgendeiner Form nennen wir Trauma.

Der Körper hat alle Ereignisse und die damit verbundenen Gefühle und Emotionen abgespeichert. Vielmehr noch – er lernt auf bestimmte Ereignisse zu reagieren. Entweder mit einer Schutzreaktion oder auch übersteigerter Euphorie. Ängste sind eine erlernte Reaktion auf bestimmte Auslöser. Hier funktioniert der Körper wie eine Art Festplatte, die bestimmte Informationen abrufen kann. Erinnerungen, die lange vergessen waren können durch einen Ton, einen Duft oder ein Wort schlagartig zurückkommen. Gute und weniger gute. 

Die Auslöser werden auch Trigger genannt. Ein Signal, das eine Reaktion erzeugt. Der entscheidende Punkt liegt hier in unserem Nervensystem. Wenn unsere schmerzvollen Erinnerungen getriggert werden, sendet unser Nervensystem genau die gleichen Signale durch den Körper wie in der Ur-Situation und macht es uns in diesem Moment fast unmöglich da einen distanzierten Blick zu behalten. Das große Ganze im Blick behalten erscheint schier unmöglich wenn man sich gerade inmitten eines emotionalen Ausbruchs befindet. Die Ratio würde sagen “ist doch nicht so wild, du weißt, dass sich alles wieder beruhigt.” – Die Gefühle fahren aber eine emotionale Achterbahn mit uns aus der wir kaum rauskommen. 

Wie kann man dem achtsam begegnen? Die Yogapraxis kann an vielen Punkten ansetzen. 

Ganz besonders an unserem Nervensystem, dem feinstofflichen Körper, den wir alle in uns tragen – auch pranayama kosha genannt. Die Schicht der Lebensenergie. Unser Wohlbefinden lässt sich nicht auf einen einzelnen Punkt reduzieren. Echtes Glücklichsein kann kaum einer an einer Stelle im Körper oder einer bestimmten Laune verorten. Es geht bei der Suche um Glück immer um das Zusammenkommen von Körper, Geist und Seele – eine Ausbalancierung, die zu einem Zustand von Zufriedenheit und Glück führt.

Eddie Stern sagt in seinem Buch “One Simple Thing”, dass es erstaunlich ist wie Menschen mit verschiedensten Leiden in eine Yogaklasse gehen können und sich danach besser fühlen. Die Praxis wirkt so auf das Nervensystem – über Atmung und Wiederholung, dass sich der Körper wieder in den Heilungsweg begibt. Ein überaktiver Nervenapparat (Angstzustände und Nervosität) kann sich so wieder ausgleichen. Eine mangelnde Aktivität (Depression, Lethargie) wird durch kontinuierliche Praxis in einen Zustand von erneuter Aufnahmefähigkeit gebracht. Dieser Mechanismus ist das besondere an Yoga und ähnlichen achtsamkeitsorientierten Praktiken und kann – wenn mit qualifizierten Lehrern und evtl. Therapeuten angewendet – sehr heilsam sein.

Doch auch abseits von extremen Gefühlssituationen bringt das kontinuierliche Üben einen Zugang in den Bereich unserer innewohnenden Gelassenheit, die es uns erlaubt dem Leben mit einer spielerischen Haltung zu begegnen. 

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Anna Schmidt-Oehm

Ohne Zähneputzen geht – ist aber nicht so schön…

Mein Yogaweg begann vor mehr als 20 Jahren und damals war ich noch wirklich weit entfernt von der Idee, Yoga zu meinem Beruf ja sogar zu meinem Leben werden zu lassen. Yoga war damals vor allem eine körperliche Praxis, die mir meine Rückenschmerzen nahm und erst nach und nach mehr Raum in meinem Kopf und Herz bekommen sollte.

Was ich aber schon sehr früh erkannt habe war, dass ich selbst der Schlüssel bin. Ich bringe meinen Hintern auf die Matte bewegen. Ich bin es, die Dinge ändern kann. Ganz egal, ob damit eine Veränderung im Körper oder in meinem Verhalten gemeint ist. Der innere Schweinehund wurde also mein bester Freund. Keine leichte Aufgabe oder yes, change hurts… So habe ich schon lange vor meiner heutigen Praxis, alleine auf der Matte gesessen und erstmal „bloß“ Asanas geübt, geschwitzt, gelacht und geflucht. Die meisten Menschen finden den Weg zum Yoga über die körperliche Praxis und das ist großartig. Die Wirkung von Yoga im Körper zu spüren ist unbezahlbar. Yoga kann nur erfahren, nicht erzählt werden.

Im Lauf der Jahre hat sich meine Praxis natürlich stark verändert. Heute ist Ashtanga mein Weg. Ein strenges System, dass viel Disziplin abverlangt und sicher nicht für alle der richtige Weg ist. Ashtanga möchte, dass du es ein Leben lang, sechs Tage die Woche übst. Dass du mit Hingabe und Demut nur das praktizierst, was deine Lehrerin für dich angemessen hält. Egal, ob du die Übung beherrscht oder jahrelang dafür üben wirst, ob du sie magst oder eben nicht. Klingt nicht so prickelnd? Stimmt, aber ich liebe es und würde es für nichts eintauschen. Und ja, es nervt manchmal gewaltig.

Voll langweilig immer das Gleiche zu üben? Nö, voll suuuper. Die Asanas stehen nicht im Vordergund sondern das Eintauchen in den Atem, in die Bewegung, in den Geist. Ich habe sozusagen jeden Tag ein Date mit mir und es ist immer spannend. Dadurch, dass die Serien vorgegeben sind, kannst du deinen Kopf ganz frei machen und brauchst dir nichts überlegen.

Voll viel zu doll und gefährlich? Nö, überhaupt nicht. Es ist wie Zähne putzen – ohne geht, ist aber echt nicht so schön. Viele Menschen denken, Ashtanga sei Yoga-Hochleistungssport. Das kann ich verstehen, wenn man von außen drauf schaut. Wenn man sich aber vorstellt, dass Ashtangis jahrelang an den Asanas und ihren Übergängen feilen, ist es nur normal, dass man diese irgendwann nahe an der Perfektion ausübt. Geht es darum? Nein! Practice and all is coming. Diesen Satz kann ich aus eigener Erfahrung nur unterstreichen. Die Essenz der Methode ist die Verbindung zu dir zu finden und sich als Einheit aus Körper, Geist und Seele wahrzunehmen. (Beihnahe) Frei von Zweifel, Furcht und Sorge. Die Zeit auf der Matte ist nur ein Hilfsmittel. Irgendwann merkst du, dass du die Praxis in dein Leben ausstrahlt und viele Dinge verändern sich. Deine Einstellung zu den verschiedensten Themen oder auch Beziehungen.

Lust bekommen, es selbst auszuprobieren? Ab auf die Matte mir dir. Mein Tipp: starte mit den Sonnengrüßen (5 bis 8 Wiederholungen) und schau, ob du es zwei Wochen lang auf die Matte schaffst. Nimm’ dir nicht zu viel vor, sonst ist die Frustgrenze zu hoch und du hörst zu schnell wieder damit auf. Steigere dein Pensum von Woche zu Woche oder von Monat zu Monat. Trage dir deine Yogazeit in den Kalender ein. Es muss nicht jeden Tag um die gleiche Uhrzeit sein und schon gar nicht vor Sonnenaufgang. Es sei denn, du möchtest das undbedingt. Finde eine Regelmäßigkeit, die zu dir passt. Am Ende gilt immer:

Das Yoga soll zu dir passen, nicht du zum Yoga!