Amuna Schmid

Als Schwarze Frau in Deutschland begleitet dich Rassismus ein Leben lang. Auch wenn es schmerzhaft ist, die alltäglichen Mikroaggressionen sind irgendwann Gewohnheit. Die hohe Präsenz des Themas in den Medien, war die letzten Monate jedoch besonders belastend. Social Media war voll davon und nichts anderes mehr auf meinem Instagram Scroll zu sehen. Einerseits freut mich diese mediale Aufmerksamkeit, denn das gibt Hoffnung auf Veränderung und es ist schön gehört und gesehen zu werden. Andererseits ist es enorm auslaugend die schrecklichen Bilder zu sehen, fürchterliche Kommentare zu lesen und an die eigenen Erfahrungen erinnert zu werden.

Daher ist es, als von Rassismus betroffene Person, essenziell sich selbst etwas Gutes zu tun. Self-care, Selbstfürsorge oder in diesem Fall auch Selbstschutz bekommt eine noch relevantere Bedeutung. Um sich gut um sich selbst zu kümmern, ist es erst einmal sinnvoll, herauszufinden was einem hilft. Für mich persönlich war es wichtig, regelmäßig mein Handy auszuschalten, keine Nachrichten zu lesen und mir Zeit für mich zu nehmen. Meditation hilft mir immer wieder Klarheit zu erlangen. Entweder geführt oder in Stille. Mir persönlich tut das Chanten von Mantras besonders gut. Hierbei kann ich all meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Emotionen nicht zu unterdrücken oder schön zu reden ist so wichtig, denn Gefühle sind dazu da gefühlt zu werden. Auch das Üben von Asanas hilft mir. Dabei kann ich ganz in meinem Körper sein, im Hier und Jetzt. Eine schweißtreibende Yogastunde, ist für mich die einfachste Art die Gedanken zu minimieren. Kraftvolle Körperhaltungen stärken nicht nur meinen Körper, sondern auch meinen Geist. All das tat gut. Am meisten half mir jedoch der Austausch mit anderen Schwarzen Frauen. Sowohl persönlich als auch online. In der Yoga- bzw. Wellnessbranche sind diese aber kaum anzutreffen.

Wenn ich mich in Yogastunden umschaue, bin ich meist die einzige Schwarze Person im Raum. Weder die Schülerinnen, geschweige denn die Lehrerinnen, sehen so aus wie ich. Auch während meiner Yogalehrerinnen-Ausbildung war ich die einzige Schwarze Schülerin, obwohl wir 90 Teilnehmerinnen aus 24 verschiedenen Ländern waren. Auf Social Media folge ich einigen Schwarzen Yoginis, die meisten davon leben in den USA. In Deutschland gibt es schon deutlich weniger und in Stuttgart habe ich bisher keine Lehrer*in gefunden (melde dich gerne bei mir, falls es dich doch gibt, ich würde mich sehr freuen). Woran liegt das? Wieso besteht so ein enormer Mangel an Diversität in der Wellnessbranche? Eigentlich ist es ganz offensichtlich. Schwarze Menschen sind in Magazinen, Social Media, Werbekampagnen und auch Filmen extrem unterrepräsentiert. Und wenn sie repräsentiert werden, dann häufig nur als Nebenfigur. Wenn hauptsächlich weiße, schlanke, extrem flexible Frauen als Yogini abgebildet werden, wieso sollte sich eine Person damit identifizieren, die selbst nicht so aussieht?! Das ist ein grundsätzlicher Mangel an Diversität, der natürlich nicht nur die Hautfarbe betrifft.

Yoga bedeutet Einheit. Um diese Einheit zu erreichen, braucht es Inklusion statt Exklusion. Eine Veränderung in der Yogablase kann nur stattfinden, wenn diese aufgebrochen und Vielfalt aktiv gefördert wird. Der erste Schritt ist, die fehlende Diversität bewusst wahrzunehmen und anzuerkennen. Wir können nichts ändern, von dem wir nichts wissen. Das bedeutet, sich über das Thema zu informieren und nicht davor zurückzuschrecken ist unbedingt notwendig. Der nächste Schritt ist zu überlegen, wie vielfältige Yogalehrerinnen unterstützt werden können. Momentan bieten zahlreiche Lehrerinnen ihre Yogastunden online an. Das ist eine super Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren, ohne weit reisen zu müssen, wenn in der eigenen Umgebung keine Vielfalt an Yogalehrerinnen besteht. Außerdem können Schwarze und andere Lehrerinnen die für Diversität stehen und nicht in derselben Stadt leben, zu Workshops eingeladen werden. Darüber hinaus muss sich das Bild auf Social Media verändern. Wenn diverse Gruppen an Menschen repräsentiert werden, sehen sich potenzielle Schüler*innen in ihnen, und wagen sich eher Yogastunden zu besuchen. Wichtig ist auch, sich zu trauen aktiv zu werden und keine Angst vor Fehlern zu haben. Denn es ist besser, Fehler zu machen, als gar nichts zu tun.

Mein Wunsch ist also, dass wir gemeinsam das Ziel von Yoga erreichen: Einheit. Denn Yoga ist für alle Menschen da und sollte für alle Menschen zugänglich sein. Somit kann Yoga nicht nur mir, sondern vielen anderen Personen beim Umgang mit belastenden und schwierigen Situationen helfen. Ich hoffe, dass auch du aktiv die Diversität in der Yogawelt fördern möchtest und mit mir den Weg in Richtung Einheit gehst.

Als Schwarze Frau in Deutschland begleitet dich Rassismus ein Leben lang. Auch wenn es schmerzhaft ist, die alltäglichen Mikroaggressionen sind irgendwann Gewohnheit. Die hohe Präsenz des Themas in den Medien, war die letzten Monate jedoch besonders belastend. Social Media war voll davon und nichts anderes mehr auf meinem Instagram Scroll zu sehen. Einerseits freut mich diese mediale Aufmerksamkeit, denn das gibt Hoffnung auf Veränderung und es ist schön gehört und gesehen zu werden. Andererseits ist es enorm auslaugend die schrecklichen Bilder zu sehen, fürchterliche Kommentare zu lesen und an die eigenen Erfahrungen erinnert zu werden.

Daher ist es, als von Rassismus betroffene Person, essenziell sich selbst etwas Gutes zu tun. Self-care, Selbstfürsorge oder in diesem Fall auch Selbstschutz bekommt eine noch relevantere Bedeutung. Um sich gut um sich selbst zu kümmern, ist es erst einmal sinnvoll, herauszufinden was einem hilft. Für mich persönlich war es wichtig, regelmäßig mein Handy auszuschalten, keine Nachrichten zu lesen und mir Zeit für mich zu nehmen. Meditation hilft mir immer wieder Klarheit zu erlangen. Entweder geführt oder in Stille. Mir persönlich tut das Chanten von Mantras besonders gut. Hierbei kann ich all meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Emotionen nicht zu unterdrücken oder schön zu reden ist so wichtig, denn Gefühle sind dazu da gefühlt zu werden. Auch das Üben von Asanas hilft mir. Dabei kann ich ganz in meinem Körper sein, im Hier und Jetzt. Eine schweißtreibende Yogastunde, ist für mich die einfachste Art die Gedanken zu minimieren. Kraftvolle Körperhaltungen stärken nicht nur meinen Körper, sondern auch meinen Geist. All das tat gut. Am meisten half mir jedoch der Austausch mit anderen Schwarzen Frauen. Sowohl persönlich als auch online. In der Yoga- bzw. Wellnessbranche sind diese aber kaum anzutreffen.

Wenn ich mich in Yogastunden umschaue, bin ich meist die einzige Schwarze Person im Raum. Weder die Schülerinnen, geschweige denn die Lehrerinnen, sehen so aus wie ich. Auch während meiner Yogalehrerinnen-Ausbildung war ich die einzige Schwarze Schülerin, obwohl wir 90 Teilnehmerinnen aus 24 verschiedenen Ländern waren. Auf Social Media folge ich einigen Schwarzen Yoginis, die meisten davon leben in den USA. In Deutschland gibt es schon deutlich weniger und in Stuttgart habe ich bisher keine Lehrer*in gefunden (melde dich gerne bei mir, falls es dich doch gibt, ich würde mich sehr freuen). Woran liegt das? Wieso besteht so ein enormer Mangel an Diversität in der Wellnessbranche? Eigentlich ist es ganz offensichtlich. Schwarze Menschen sind in Magazinen, Social Media, Werbekampagnen und auch Filmen extrem unterrepräsentiert. Und wenn sie repräsentiert werden, dann häufig nur als Nebenfigur. Wenn hauptsächlich weiße, schlanke, extrem flexible Frauen als Yogini abgebildet werden, wieso sollte sich eine Person damit identifizieren, die selbst nicht so aussieht?! Das ist ein grundsätzlicher Mangel an Diversität, der natürlich nicht nur die Hautfarbe betrifft.

Yoga bedeutet Einheit. Um diese Einheit zu erreichen, braucht es Inklusion statt Exklusion. Eine Veränderung in der Yogablase kann nur stattfinden, wenn diese aufgebrochen und Vielfalt aktiv gefördert wird. Der erste Schritt ist, die fehlende Diversität bewusst wahrzunehmen und anzuerkennen. Wir können nichts ändern, von dem wir nichts wissen. Das bedeutet, sich über das Thema zu informieren und nicht davor zurückzuschrecken ist unbedingt notwendig. Der nächste Schritt ist zu überlegen, wie vielfältige Yogalehrerinnen unterstützt werden können. Momentan bieten zahlreiche Lehrerinnen ihre Yogastunden online an. Das ist eine super Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren, ohne weit reisen zu müssen, wenn in der eigenen Umgebung keine Vielfalt an Yogalehrerinnen besteht. Außerdem können Schwarze und andere Lehrerinnen die für Diversität stehen und nicht in derselben Stadt leben, zu Workshops eingeladen werden. Darüber hinaus muss sich das Bild auf Social Media verändern. Wenn diverse Gruppen an Menschen repräsentiert werden, sehen sich potenzielle Schüler*innen in ihnen, und wagen sich eher Yogastunden zu besuchen. Wichtig ist auch, sich zu trauen aktiv zu werden und keine Angst vor Fehlern zu haben. Denn es ist besser, Fehler zu machen, als gar nichts zu tun.

Mein Wunsch ist also, dass wir gemeinsam das Ziel von Yoga erreichen: Einheit. Denn Yoga ist für alle Menschen da und sollte für alle Menschen zugänglich sein. Somit kann Yoga nicht nur mir, sondern vielen anderen Personen beim Umgang mit belastenden und schwierigen Situationen helfen. Ich hoffe, dass auch du aktiv die Diversität in der Yogawelt fördern möchtest und mit mir den Weg in Richtung Einheit gehst.

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